Genussorte im Regierungsbezirk Niederbayern

STUBENBERG

Mit dem Obst durchs Jahr

Hier dreht sich alles um Obst, und alle machen mit: Vom Landwirt über den Gastronomen bis zum Destillateur – die Stubenberger brennen für das gemeinsame Produkt. Auch die Bienen leisten einen wertvollen Beitrag

GEMEINSAM

Streuobstwiesen mit alten Beständen bestimmen Stubenberg. Ihrer geschützten Lage in einem Seitental verdankt der Ort das ideale Klima für den Anbau von vor allem alten Apfelsorten.

Mit der Blüte im Frühling beginnt das Obstbaumjahr. Dann stellen Imkerin Monika Oswaldbauer und ihre Kollegen die Honigbienenkästen an den Wiesensaum. Die Honigbienen sollen zusammen mit den Wildbienen auf den Streuobstwiesen der 73 Ortsteile der Gemeinde durch Bestäubung für satte Erträge sorgen. Auf einen der 1.400 Einwohner kommt damit eine Vielzahl geflügelter Helfer.

Für den Honig, der so ganz nebenbei entsteht, ist Stubenberg bekannt.

Die schönsten Äpfel kommen in den Verkauf oder werden eingelagert. Die Stubenberger lieben ihre Gerichte mit Obst oder Honig. Auch das Glas Stubenberger Apfelsaft, würziger Most oder milder Edelbrand stehen auf den Speisekarten. Most, das ist ein leicht alkoholhaltiges Getränk aus vergorenem Apfelsaft. Im Winter beherrscht die Obstbrennerei die Gemeinde. Die „Schnapsbrennerei Fritz Wieland“ und die „Edelbrennerei Prienbach“ destillieren seit Generationen.

Lage

Die Gemeinde Stubenberg in Niederbayern liegt im Landkreis Rottal-Inn in einem kleinen Seitental des Inn. Man erreicht sie vom nahe gelegenen Simbach aus über die B 12 oder auf einem der vielen Rad- und Wanderwege. Die Stadt Passau ist 50 Kilometer von dem Genussort entfernt.

HEIMATLIEBE (Bild oben links)

In der siebten Generation betreibt Familie Ecker das „Gasthaus zur Hofmark“ in Stubenberg. Heute hat Jörg Ecker das Sagen. Der gelernte Koch und Metzger war viele Jahre in internationalen Küchen unterwegs, bevor er 2009 sein kulinarisches Erbe in der Hofmark antrat. Auf der Speisekarte verbindet er seine „Gourmetküche“ mit „Wirtshauskuchl“ und verwendet dafür zu 80 Prozent Produkte aus der Region. „Bei uns treffen altüberlieferte bayerische Rezepte auf neue, zeitgemäß und ernährungsbewusst zubereitete Kreationen“, so Ecker.

SORTENREIN (Bild oben rechts)

Die an den Hof von Fritz Wieland angeschlossene „Stubenberger Hofbrennerei“ destilliert seit drei Generationen erlesene sortenreine Obstbrände von Birnen, Wildpflaumen, Vogelbeeren, Quitten sowie Kirsch- und Zwetschgenwasser und fruchtige Liköre. Es können außerdem verschiedene Geiste und Liköre im Hofladen verkostet werden.

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