Genussorte im Regierungsbezirk Niederbayern

SANKT ENGLMAR

Der perfekte Fang

Luftkur-, Wintersport- und Wallfahrtsort – dafür ist Sankt Englmar ohnehin bekannt. Doch die charmante Gemeinde ist mit ihren kulinarischen Besonderheiten auch ein überzeugender Genussort

NUR DAS ECHTE

Jeden Morgen steht Thomas Flohr gegen zwei oder vier Uhr auf, um sein zwei Hektar großes Areal im Ortsteil Grünmühl mit 40 Fischbecken zu durchstreifen. Erprüft Wassertemperatur und -stand sowie die Qualität und verteilt Futter in die Becken mit den 400.000 Forellen. Während die Fischindustrie mitunter Mastmethoden einsetzt und dem Tier für das Wachstum nur fünf bis sechs Monate lässt, gibt Flohr ihm gut 24 Monate. Einige Tiere zieht er über drei Jahre groß und verkauft sie als Lachsforelle.

Die „Englmarer Weidekalbin“ mit ihrem zarten Fleisch und die Schnäpse der „Edelobstbrennerei Greindl“ zählen auch zu den kulinarischen Besonderheiten des Ortes. Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren aller bester Qualität vereinen sich bei Greindl zum beliebten Geist „Englmariwasserl“. Auch für Himbeergeist, Zwetschgen- und Williamsbirnenbrand wird nur bestes Obst veredelt.

Und bei „Forellen Pilze Flohr“ im Ortskern bietet Franz Flohr neben Fisch auch Waldpilze an. Schließlich sprießen auf dem Areal, auf dem die Forellen in ihren Becken heranwachsen, auch jedes Jahr an die 100 Kilo Waldpilze.

Lage

Mitten im Naturparadies Bayerischer Wald, in der Region Donau-Wald, liegt Sankt Englmar. Die Gemeinde ist ein staatlich anerkannter Luftkurort. In direkter Nachbarschaft findet sich der Waldwipfelweg, auf dem sich in einer Höhe von bis zu 30 Metern die Höhenzüge des Bayerischen Waldes, das Donautal und die Ebenen des Gäubodens bewundern lassen.

PREMIUM (Bild oben links)

Ob frisch aus reinem Quellwasser oder fein würzig aus dem Rauch – die Forellen der Grünmühl-Zucht von Thomas Flohr sind ein echter Genuss – besonders weil sie zuvor in Teichen schwammen, die ohne Zusätze bewirtschaftet werden. Spezialist Flohr legte den Grundstein für seine Zucht im Jahr 1978.

PETRI HEIL (Bild oben rechts)

Sein Betrieb ist die erste zertifiziert seuchenfreie Fischzucht Niederbayerns – darauf ist Thomas Flohr, Chef der Forellenzucht „Grünmühl“ mit ihren 400.000 Forellen, zu Recht stolz: „Bei mir werden die Fische in reinem, keimfreien Quellwasser gezogen.“ Die Forellen haben mindestens zwei Jahre, um zu wachsen. „Der Fisch entwickelt dadurch nicht nur feste Knochen, sondern auch ein starkes Muskelfleisch“, erklärt Flohr.

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