Genussorte im Regierungsbezirk Oberfranken

RUND UMS WALBERLA

Kulinarische Tour

Die Fränkische Schweiz besitzt einen Tafelberg mit über 500 Meter hohen Gipfeln, der im Volksmund „Walberla” heißt. In den Dörfern rund um den Berg gibt es gutes Essen und vor allem ambitionierte Brennereien – die Region umfasst das größte geschlossene Süßkirschenanbaugebiet Europas und viele Streuobstgärten

KIRSCHGARTEN

Das Walberlafest im Mai ist eine Tradition und zieht Jahr für Jahr viele Besucher zum Berg. Gut essen und trinken kann man aber auch im Tal. Dort brutzelt in den Gasthausküchen typisch Fränkisches wie „Schäuferla“ oder Bratwurst. Für Fischesser werden Bachforellen aus der Wiesent oder den Teichen gebacken oder geräuchert. Gutes Bier kommt von den Brauereien der Gegend, und überall wird Schnaps gebrannt.

Am Walberla liegt das größte Süßkirschenanbaugebiet Europas. Neben den Kirschen verwenden die Brennereien Zwetschgen, Birnen, Renekloden und Quitten. Fünf Brennereien um das Walberla stellen einen speziellen Apfelsekt her. Der „Charlemagner“ entsteht durch traditionelle Flaschengärung, die mindestens neun Monate dauern muss. Es gibt ihn in vielen Läden und auf Märkten der Region, etwa in Forchheim.

Wer die Brände probieren möchte, kann das am dritten Sonntag im Oktober. Dann ist Tag der offenen Brenner- und Brauereien in vielen Gemeinden. Wanderer können als deftige Grundlage das traditionelle Schmalzgebäck „Urrädla“ versuchen, Schweinsbraten mit selbst gemachtem Sauerkraut verzehren und im Gasthof „Seitz“ Wildschwein vom Spieß bestellen.

Lage

Die Region Walberla liegt am östlichen Stadtrand von Forchheim und ist von Bamberg und Nürnberg über die A 73, von Bayreuth über die A 9 zu erreichen. Mit der Bahn geht es von Forchheim aus über Gosberg, Schlaifhausen/Wiesenthau oder Kirchehrenbach zum Walberla. Vom Walberla, dem sagenumwobenen „Berg der Franken“, hat man einen weiten Blick ins Regnitz-, Ehrenbach- und Wiesenttal.

MEISTERIN (Bild oben links)

Anni Reichold und ihre Familie pflegen 1.000 Kirschbäume. Die saftigen, weichen Kirschen aus den alten Baumbeständen sind schwerer zu vermarkten, kommen der Brennmeisterin aber gerade recht: Aus ihnen entsteht bestes Kirschwasser. Für ihre „Brennerei Peterhof“ stellt sie Haselnussgeist her, der bereits mehrfach prämiert wurde. Stolz ist sie auch auf ihren Schlehenbrand. „Er hat einen schönen Bittermandelton“, sagt sie.

SPEZIALITÄT (Bild oben rechts)

„Zwetschgenbames“ ist ein gepökelter, gewürzter Rinderschinken. Das Fleisch wird einige Wochen trocken eingelegt und anschließend über Zwetschgenholzspänen bis zu 14 Tagen geräuchert. Der sehr feste Schinken kommt in hauchdünn geschnittenen Scheiben auf den Tisch.

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