Genussorte im Regierungsbezirk Unterfranken

MILTENBERG

Kultur trifft Kulinarik

Frisch geröstete Bohnen und Bier vom Fass, Hausmacher-Wurst und herrliche Weine, Käse und knuspriges Bauernbrot – und die Tradition der Häckerwirtschaften: Dieser Genussort zwischen Odenwald und Spessart hält für seine Gäste eine große Vielfalt regionaler Spezialitäten bereit

ECHT HISTORISCH

Genussfreunde sollten in Miltenberg die „Kulinarische Führung“ buchen. Hier probieren sie an vielen Orten Delikatessen. Die findet man vor allem im ältesten Teil von Miltenberg, dem Schwarzviertel. Hopfen- und Malzdüfte führen zur Traditionsbrauerei „Faust“ mit seinem Bier „Faust Schwarzviertler“. Ein weiterer Stopp ist die Metzgerei „Bergmann“. Ob Leberwurst, Presskopf oder Wildschweinbratwurst, alles wird selbst hergestellt. Auch das Brot für die Wurst wird vor Ort bei „Mayer’s Bäck“ produziert.

Auch Käsefreunde sind im Schwarzviertel am richtigen Ort – sie kosten vom Miltenberger Käsetaler. Sechs Milchviehbetriebe beliefern eine Molkerei im Odenwald, in der die Milch zu Käsetalern verarbeitet wird. Wer im Anschluss Lust auf eine Tasse Kaffee verspürt, ist in der „MIKA Kaffeerösterei“ gut aufgehoben. Alternativ lohnt sich auch der Besuch im „Café Mocha“ von Kaffee-Sommeliere Megi Schmitt.

Nach dem Stadtbummel winkt ein Schoppen in einer Häckerwirtschaft. Hier werden eigenerzeugte Weine für zumeist zwei bis vier Wochen ausgeschenkt, eine jahrhundertealte Tradition.

Lage

Als Tor zu Spessart und Odenwald schmückt Miltenberg die Genussregion Churfranken direkt am Main zwischen Aschaffenburg und Würzburg. Der Genussort ist gut über die A 3 erreichbar. Miltenberg liegt an der Deutschen Fachwerkstraße sowie an der Nibelungen- und Siegfriedstraße. Das Mainufer lädt zu Wanderungen und Fahrradtouren ein. Flusskreuzfahrtschiffe steuern die Perle am Main an.

FÜRSTLICH (Bild oben links)

Miltenberg ist ein historisches Kleinod. In der Stadt prägen mittelalterliche Bautechniken das Bild bis heute. Als älteste Fürstenherberge Deutschlands beeindruckt das „Gasthaus zum Riesen“ mit seinem Fachwerkaufbau von 1590 (Foto) nicht nur kulinarisch. Das „Schnatterloch“ am historischen Marktplatz mit seinen urigen Gebäuden ist spätestens seit dem Film „Wirtshaus im Spessart“ (1958) mit Liselotte Pulver berühmt. Über den historischen Stadthäusern erhebt sich die kurfürstliche Burg.

DELIKAT (Bild oben rechts)

In „Zipf‘s Wein- und Gasthof Steuer“ werden Ochsenbäckchen mit Semmelknödeln und Gemüse serviert. Das Gasthaus bietet Spezialitäten wie fränkische Schweinskopfsülze an, serviert aber auch vegetarische Gerichte und vermietet Gästezimmer. Auch ein Besuch in den urigen Häckerwirtschaften lohnt. Diese Art von zeitlich begrenztem Weinausschank ist typisch für Churfranken.

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