Genussorte im Regierungsbezirk Unterfranken

MARKT OBERELSBACH

Im Land der Rhönschafe

Der Ort liegt in einer kargen, aber einzigartigen Landschaft. Die Menschen sind bodenständig und achten die Natur. Und sie genießen gern – vom Schaf mit dem schwarzen Kopf über fangfrische Forellen aus dem Teich nebenan bis zum Bier von einem Braumeister, der kreativ denkt und regional produziert

ARTENREICHTUM

Da die Rhön wegen der kargen Böden und des rauen Klimas schon immer schonend bewirtschaftet wurde, ist sie heute ein Hotspot der Biodiversität. Genießer können in Markt Oberelsbach diese Vielfalt „schmecken“. Die Rhönforelle wird direkt vor Ort gezüchtet. Und das Rhönschaf mit seinem schwarzen Kopf ist zum Symbol für die Region geworden. Vor langer Zeit bevölkerte es in großen Herden die Mittelgebirge. Bis schließlich unter anderem vermehrte Rinderhaltung das Aus bedeutete. Der Oberelsbacher Landwirt und Schäfer Josef Kolb war maßgeblich daran beteiligt, die alte Haustierrasse vor dem Aussterben zu retten. Auf seinem Biohof vermarktet er zahlreiche Delikatessen im Glas wie Presssack, Jagdwurst und Leberwurst vom Lamm.

Welches Getränk zu Lamm oder Forelle schmeckt, weiß jeder selbst am besten. Vielleicht ist es ein Pils oder das Bier des Monats aus der kleinen Privatbrauerei „Pax Bräu“, in der Braumeister und Biersommelier Andreas Seufert auf biologisch angebaute Rohstoffe aus der Region setzt.

Lage

Der Genussort Markt Oberelsbach in Unterfranken liegt im Herzen des UNESCO Biosphärenreservats Rhön und des Naturparks Bayerische Rhön im Dreiländereck Bayern, Hessen und Thüringen. Die Gemeinde schmiegt sich an den Heidelstein, mit 926 Metern der dritthöchste Berg der Rhön.

RHÖNSCHAF (Bild oben links)

Schäfer Josef Kolb half, die alte Nutztierrasse vor dem Aussterben zu bewahren. Auf seinem Biohof bietet er Lammfleisch und Lammprodukte, aber auch Gänse- und Ziegen-Spezialitäten an. Das markante Rhönschaf hat es sogar schon auf eine Briefmarke geschafft.

APPETITLICH (Bild oben rechts)

Es ist angerichtet: Die Rhönforelle aus eigener Zucht, hier nach „Art der schönen Müllerin“ knusprig und mit Kräuterbutter überbacken, ist einer der Klassiker in der „Fischerhütte Edwin“. Dazu gibt es Kräuterkartoffeln und einen bunten Salat. Zum einen züchtet Inhaberin Bettina Herbert die Fische in eigenen, mit frischem Quellwasser gespeisten Teichanlagen. Zum anderen ist Küchenchef Michael Fischer ein Meister verschiedenster Forellengerichte. Neben den Wirtsleuten der Fischerhütte hat sich auch Horst Siepermann als Oberelsbacher Forellenzüchter einen Namen gemacht.

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