Genussorte im Regierungsbezirk Unterfranken

IPHOFEN

Auf die Plätze, fertig, Wein!

Die Stadt im Steigerwald ist der ideale Ausgangspunkt, um das Weinland Franken zu erforschen. Sie verfügt über ein modernes Genusszentrum, beheimatet das größte private Weingut Frankens und ist der Start für eine Kette von magischen Orten in Unterfranken

WISSENSWERT

Ein Elefant im Weinberg? Rebstöcke in Dänemark? Wer in Iphofen die erste Landmarke des frankenweiten Konzepts „terroir f“ besucht, lernt, dass es beides gibt. Ein alter Aussichtsturm in der Iphöfer Weinlage Julius-Echter-Berg ist der erste magische Ort der Initiative, die den weltweiten Weinanbau im Fokus hat.

An insgesamt elf Orten im Weinland Franken finden sich die „terroir f“-Punkte. Dass in Iphofen der erste „terroir f“-Punkt beheimatet ist, hat seinen Grund: Die Iphöfer Weinlagen sind weithin bekannt, vom berühmten Julius-Echter-Berg über Kronsberg und Kalb bis hin zu Domherr.

Genießer sollten in Iphofen aber nicht nur Wein probieren. Ein Metzger produziert für die Weinstuben Bärlauch- und Rotweinbratwürste. Die Biobäckerei „Iphöfer Franzenbäck“ liefert Brote aus Natursauerteig. Hans-Hinrich Huss betreibt die Eichelmast. Seine Eichelschweine werden zu besonders aromatischem Schinken, Brotzeitspeck oder Salami verarbeitet. Wer diese Delikatessen probieren möchte, besucht die „Vinothek Iphofen“. Sie präsentiert auf vier Ebenen die beeindruckende Weinvielfalt der Region.

Lage

Die kleine Stadt in Unterfranken liegt nahe der Kreisstadt Kitzingen und ist auch per Bahn zu erreichen. Würzburg ist 30 Kilometer entfernt, Nürnberg 80 Kilometer. Iphofen befindet sich am Übergang des Fränkischen Weinlandes zum Steigerwald. Die Altstadt bietet viele mittelalterliche und barocke Gebäude, etwa das Rathaus aus dem 18. Jahrhundert.

WINZER-LEGENDE (Bild oben links)

Der Iphöfer Winzer Heinrich Wirsching geht auch noch mit seinen 85 Jahren gern in die Weinberge. In den 1960er-Jahren übernahm er mit seinem Bruder das Weingut der Eltern und machte es zum größten privaten Weingut Frankens. Heute führt seine Tochter Andrea die Geschäfte des erfolgreichen Betriebs. Mehr als 20 Winzerfamilien leben in der Region im Vollerwerb vom Anbau, Ausbau und Verkauf ihrer Weine. Sie wohnen und produzieren im Ort. Viele von ihnen vermarkten den Großteil der Produkte direkt ab Hof.

BROTZEIT MIT BISS (Bild oben rechts)

Wer Iphofen besucht, sollte sie nicht verpassen, die fränkisch deftige Heckerbrotzeit mit Wurst und Schinken vom Eichelschwein, würzigem Käse und Wein der Lagen Schwanberg, Kronsberg, Julius-Echter-Berg oder Kalb – hier serviert in der „Vinothek Iphofen“ in der historischen Altstadt von Iphofen.

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