Genussorte im Regierungsbezirk Oberbayern

BAD FEILNBACH

Genussvolle Zeitreise

30.000 Obstbäume wachsen in und um Bad Feilnbach. Nicht eng gepflanzt auf großen Plantagen, sondern so wie früher: auf Streuobstwiesen. Aus den Früchten stellen die Bewohner der Stadt eine Vielzahl von Delikatessen her

NATUR-IDYLLE

Wer durch die Streuobstwiesen am Fuße des Wendelsteins spaziert, sieht eine Art von Obstanbau, die in Jahrhunderten perfektioniert wurde. Hier wachsen hochstämmige Apfelbäume, die Sorten sind gemixt, das Alter unterschiedlich. Die Region ist das einzige Obstanbaugebiet in Deutschland mit rein ökologischem Obstanbau. Hier konnten sich Biotope entwickeln mit Gräsern, Kräutern, Insekten und vielen anderen Tieren. Die Probleme anderer Regionen sind weit weg: „Wir haben genug Bienen“, meint Biobauer Christian Eder. „15 bis 20 Völker sind allein bei uns am Hof im Bienenhaus.“

Mit 120 Brennereirechten verfügt der Ort über die meisten in ganz Bayern. In Hofläden gibt es Obst, Konfitüre, Saft, Obstbrand oder Essig. Die Mosterei des Meisterhofes „Seebacher“ stellt Apfelsaft her, die Imkerei „Kirner“ Apfelbrot.

Besonders schön ist es in Bad Feilnbach im Frühjahr, wenn die Obstbäume Blüten tragen. Die Erntezeit ist ein weiterer Höhepunkt. Beim „Einischaun“, das von der Kur- und Gästeinformation organisiert wird, wirft man einen Blick hinter die Kulissen der Verarbeitung.

Lage

Die Kur- und Fremdenverkehrsgemeinde Bad Feilnbach liegt pittoresk am Fuß des 1.838 Meter hohen Wendelsteins in einer Höhe von etwa 500 Metern inmitten saftiger Streuobstwiesen. Ihre Wiesen sind eingebettet in die Landschaft der Voralpen zwischen München und Salzburg.

HEILKRAFT DER NATUR (Bild oben links)

Streuobstwiesen gehören zum Erscheinungsbild des Natur-Heildorfs Bad Feilnbach. Das milde Klima lässt die Früchte besonders gut gedeihen. Seit 1973 ist die Gemeinde am Fuß des Wendelsteins dank ihres Naturmoores ein anerkanntes Moorheilbad mit vielen Kur- und Gesundheitsangeboten.

QUALITÄT IM BLICK (Bild oben rechts)

Brenner und Biobauer Christian Eder vom „Wachiner Hof“ fängt vier Wochen nach der Ernte an zu brennen, dann sind die Früchte vergoren: „Es ist draußen kalt und innen warm. Hängt auch von der Frucht ab, wir brennen ja auch Mirabellen, Kirschen, Quitten, Vogelbeeren und die Bad Feilnbacher Hauszwetschge.“ Dank eines Klimas wie am Bodensee reifen die Früchte hier gut aus. „Dann ist es wichtig, die vergorene Maische mit viel Gefühl abzubrennen. Die Brände werden ein Jahr lang zur Reifung gelagert.

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