Genussorte im Regierungsbezirk Oberfranken

BAD BERNECK

Klima, Kur und Kulinarik

Eine Stadt mit sieben Hügeln und vielen kulinarischen Highlights? Gemeint ist doch das mächtige Rom – oder? Viel besser: Der kleine Kurort Bad Berneck ist ruhiger, idyllischer und in Sachen Genuss auf seine ganz eigene Art eine Hauptstadt

RUHEPOL

Bad Berneck bietet keine großen Badetempel oder Kurhäuser. Stattdessen zieht der Genussort durch Klima, Kur und Kulinarik in seinen Bann. Das Mikroklima verdankt er seiner Lage. Bad Berneck wird umgeben von sieben Hügeln. Sie schützen vor rauen Winden. Auf den Berghöhen befanden sich früher von Ziegen beweidete Magerwiesen. So wurde Bad Berneck 1857 zum „Molke- und Kräuterkurort“. Seit 1930 durfte sich die Stadt auch „Kneippkurort“ nennen.

An die große Zeit als Kurort erinnern zwei Kolonnaden, um 1900 errichtet. Von den „fünf tragenden Säulen der Gesundheit“ nach Kneipp gibt es in Bad Berneck zwei im Überfluss: Wasser und Heilpflanzen. Aber auch Bewegung und Balance, die weiteren Säulen, kann man in und um die Gemeinde durch viele Wanderwege üben. Und vergessen wir die fünfte Säule nach Kneipp nicht: die Ernährung. Besonders die „Bernecker Pfeffernüssla“ stechen hier heraus, eine süß-würzige Gebäckspezialität. Schon 1709 wurde sie hier hergestellt. Heute backt man sie wieder nach altem Rezept.

Lage

„Bad Berneck im Fichtelgebirge“, so der amtliche Name der Stadt, liegt im Tal der Ölschnitz, etwa 15 Autominuten von Bayreuth entfernt, am Eingang zum Naturpark Fichtelgebirge mit der Erlebnisregion Ochsenkopf. Die geschützte Lage inmitten der sieben bewaldeten Hügel mildert Klimaextreme ab.

DER ORT UND SEINE SPEISEN (Bild oben links)

Die sieben Hügel, die die Stadt schützen, dienten einst Ziegen als Weideplätze. So hat sich eine Tradition des Kräuteranbaus entwickelt, die bis heute anhält. Die Pflanzenwerden für die Kräuterliköre „Bernecker Burgtropfen“ und „Bernecker Walpotengold“ genutzt oder für das Würzen von Wildgerichten. Kräuterwanderungen zeigen die Bandbreite der Natur. Die Spezialität der Region, die runden „Bernecker Pfeffernüssla“, werden aus Honigkuchenteig hergestellt und mit Anis, Nelken, Zimt und Muskatnuss verfeinert.

BOTSCHAFTERIN (Bild oben rechts)

Charlotte Cervantes-Kaufmann bietet hochwertiges Fleisch aus der eigenen Wildfarm
an, etwa vom Damwild und Galloway-Rindern. Ihre Burger vom fränkischen Hochlandrind sind ein Genuss. Kein Wunder, dass sie den kulinarischen Ehrentitel „Genussbotschafterin der Genussregion Oberfranken“ trägt.

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