Zwiesel – Regen – Lallinger Winkel

Tourlänge gesamt ca. 35 km

Auto:

Fahrtzeit gesamt ca. 38 Minuten

Fahrrad:

Fahrtzeit gesamt ca. 2 Stunden, 23 Minuten

Bahn/Bus:

Fahrtzeit gesamt ca. 2 bis 3 Stunden

Zwiesel, 94227

Zwiesel besitzt eine sehr lange Tradition in der Glasherstellung, auch heute noch sind hier viele Glashütten beheimatet, außerdem verschiedene Werkstätten, Ateliers und Galerien. Die weltweit größte gläserne Pyramide ist hier ebenso ansässig wie eine gläserne Kapelle. Kein Wunder, dass Zwiesel den Beinamen „die Glasstadt“ trägt. Kein gläsernes, dafür jedoch ein besonders kulinarisches Highlight finden Sie gleich am Ortseingang der niederbayerischen Stadt: Das sogenannte „Kulinarische Schaufenster – Schmankerl aus der Region“.

Kulinarisches Schaufenster Zwiesel

Beim „Kulinarischen Schaufenster“ handelt es sich um ein Ladengeschäft, eine „Probierstube“ und die integrierte Touristinformation. Es dient Herstellern und Genießern regionaler, ländlicher Qualitätserzeugnisse als Treffpunkt für Vermarktung und Verkauf. Damit schließt sich die Lücke zwischen den meist nur den Einheimischen bekannten „Hofläden“ und einem weit größeren, regionalen und auch touristischen Kundenkreis. Das gastronomische Angebot des „Kulinarischen Schaufensters“ reicht von alkoholischen, nichtalkoholischen und heißen Getränken über Kuchen und Brotzeiten bis hin zum Weißwurstfrühstück.

Das „Kulinarische Schaufenster“ bietet ausschließlich regionale Produkte an. Da gibt es etwa die herrlich-milden Käsekreationen von Ziegenbäuerin Melanie Fritz vom Stadlhof. Aufgrund der weit verbreiteten Armut im früher strukturschwachen Bayerischen Wald war die Ziege eine günstige,  robuste und wenig anspruchsvolle Alternative zur Milchkuh. Heute zählen die daraus hergestellten Käsesorten zu einer Delikatesse.

Eine Vielzahl von weiteren Produzenten des „Kulinarischen Schaufensters“ interpretiert althergebrachte Rezepturen neu: Die sogenannten Trebern galten bei der Bierherstellung lange Zeit als „Abfallprodukt“. In einer armen Region wie dem Bayerischen Wald jedoch viel zu schade zum Wegwerfen. Also wurden Biertrebern als Viehfutter oder eben als Mehlersatz oder Mehlzusatz bei der Herstellung von Brot verwendet. Heute können Sie im „Kulinarischen Schaufenster“ ein Trebernbrot kaufen, das in einer kleinen heimischen Bäckerei aus Trebern der Dampfbierbrauerei Zwiesel hergestellt wird. Besonders lecker schmeckt es zusammen mit „Glaslfleisch“ oder „Goaßkas“.

Die meisten im „Kulinarischen Schaufenster“ erhältlichen Produkte besitzen einen Manufaktur-Charakter bzw. werden von den Herstellern in Handarbeit produziert. So stammt zum Beispiel der weiße und rote Pressack sowie das Glasfleisch (gebratenes Schweinefleisch in Bratensülze) von selbstgezogenen Schweinen aus der Hofmetzgerei Gigl in Trametsried, die Bio-Leberwurst von den Schwäbisch-Hällischen Schweinen vom Biobauernhof Scherm in Kirchberg, die saisonal unterschiedlichen Fruchtaufstriche, Kräutersalze und Tees aus der Kräuterwerkstatt Weindl in Ruhmannsfelden oder die Bayerwald-Pralinen (gefüllt mit verschiedenen regionaltypischen Spirituosen) von der Konditorei Bachl in Bayerisch Eisenstein. Ein schönes Beispiel ist auch der GRANIT, ein Gin aus dem Qualitätshaus Penninger. Hier werden traditionelle Gin-Gewürze mit ausgewählten bayerischen Kräutern und Pflanzen gemischt und ergeben einen erstklassigen Geschmack. Die Filtration über eine Säule von Granitsteinen verschiedener Größe und Körnung verleiht dem handwerklich hergestellten GRANIT den letzten Schliff – und seinen Namen.

Vieles, was Sie im „Kulinarischen Schaufenster“ entdecken, können Sie natürlich auch bei den Anbietern selbst einkaufen. Sie sind in Zwiesel und in der umliegenden Region, dem sogenannten Arberland, zu finden.

 

Touristinformation:
Link zu Google Maps:

>> Zwiesel

Gastronomie: Brotzeiten, Kaffee und Kuchen
  • Kulinarische Schaufenster-Schmankerl aus der Region, Info Zentrum 1
Fleisch- und Wurstwaren:
  • Metzgerei Einsle GmbH, Bahnhofstraße 35, Bodenmais
  • Metzgerei Max Gigl, Trametsried 14, Kirchdorf im Wald
  • Metzgerei Holler, Hauptstraße 8, Frauenau
  • Hofmetzgerei Höfermühle, Zur Mühle 1, Geiersthal
  • Landgusto Metzgerei Oswald GmbH, Am Platzl 2, Kaikenried
  • Schafhof Perl, Grub 26, Rinchnach
  • Biohof „Beim Schuster“, Höllmannsried 41, Kirchberg im Wald
  • Metzgerei Schiller, Ringstrasse 1, Viechtach
  • Metzgerei Max Schreder, Kramerstraße 7, Lindberg
Honig, Marmeladen, Sirup und Wildpreiselbeeren:
  • Beerenfleckerl Silvia Heinrichmeyer, Eckerstraße 42, Arnbruck
  • Bioland Imkerei Joseph Muhr, Hagengruber Straße 1, Prackenbach
  • Imkerei Gerd Walter, Kirchweg 10, Kirchberg/Zell
  • Hubertus Stüberl und Tobias Schönhofer, Schlag 36, Kirchdorf im Wald
  • Marmeladenküche Haslbeck, Unterharthof 28, Parkstetten
Pralinen:
  • Arberkonditorei Bernhard Bachl, Sonnenstraße 17, Bayerisch Eisenstein
Kaffee und Tee:
  • Kaffeerösterei Kirmse, Prälat-Neun-Straße 4, Zwiesel
Brauereien:
  • Brauerei Gasthof Eck e.K., Eck 1, Böbrach
  • Ettl Bräu KG, Bahnhofstraße 2, Teisnach
  • Privatbrauerei J.B. Falter, Am Sand 15, Regen
  • Gesellschaftsbrauerei Viechtach GmbH, Bahnhofstraße 5, Viechtach
  • Dampfbierbrauerei Zwiesel, Regener Straße 9, Zwiesel
  • Schlossbräu Drachselsried, Drachselsried
Obstbrände:
  • Obstwerkstatt Brennerei und Hofladen Willi Gierl, Taffnern 5, Kollnburg
  • Bayerwald Bärwurzerei Zwiesel, Frauenauer Str. 80-82, Zwiesel
  • Penninger Schnaps-Museum „Gläserne Destille“, Eck 1, Böbrach
  • Freiherr von Poschinger Edelbrandmanufaktur, Moosauhütte 14, Frauenau
Säfte, Kracherl und Most:
  • Apfelhof Lallinger, Hauptstraße 23, Lalling
  • IG BIO-zertifiziertes Streuobst Lallinger Winkel GbR, Hauptstraße 3, Lalling
Käse, Teigwaren, Mehl und Müsli:
  • Kreuzerhof, Gschwand 16, Furth im Wald,
  • Hammermühle Bad Kötzting, Hammermühle 1, Bad Kötzting
  • Sennalpe Breitengehren, Goldbachweg 5, Bolsterlang
Bäckerei/Konditorei:
  • Bäckerei Franz Achatz, Regener Straße 31, Bischofsmais
  • Bäckerei Franz Bauer, Zwieselauer Str. 12, Lindberg
  • Bäckerei-Konditorei-Cafe-Eis Franz Mader, Schulstraße 21, Ruhmannsfelden
  • Bäckerei Nothdurft, Zell 25, Kirchberg
  • Bäckerei Schnierle, Moizerlitzplatz 22, Regen
Fisch:
  • Fischzucht „Auerer Saibling“, Wasserhäuslweg 34b, Frauenau
  • Forellenzucht Waidhof, Zimmerau 16, Rinchnach

Nächstes Ziel: Regen

Entfernung Zwiesel – Regen: 14,3 km

Auto:

Fahrtzeit gesamt ca. 15 Minuten

Fahrrad:

Fahrtzeit gesamt ca. 1 Stunde (über Bodenmaiser Straße)

Bahn/Bus:

Fahrtzeit gesamt ca. 1 Stunde

Regen, 94209

Der Luftkurort Regen liegt am Fluss Schwarzer Regen und ist ein überschaubares Städtchen. Wie so oft im Bayerischen Wald spielt auch in Regen die Glasmacherei eine große Rolle. Bei einem Besuch des Städtchens sollten Sie nicht die Kunstinstallation „Gläserner Wald“ im Ortsteil Weißenstein versäumen. Bis zu acht Metern ragen die Bäume aus farbigem Flachglas des Künstlers Rudi Schmid in den Himmel. Noch mehr Kultur gibt es in den beiden Museen, dem „Niederbayerischen Landwirtschaftsmuseum“ und dem „Fressenden Haus“. Letzteres heißt übrigens nicht so, weil es etwas mit Essen zu tun hat, sondern weil sein ehemaliger Bewohner, der Dichter Siegfried von Vegesack, es so benannte, da es enorm viel Geld für den Unterhalt „verschlang“.

Sehr wohl mit Essen zu tun hat dagegen das Nationalgericht der Bewohner von Regen: der Pichelsteiner Eintopf. Von Regen aus erlangte es deutschlandweite Bekanntheit, in Regen selbst gibt es zahlreiche individuelle Familienrezepte zu diesem einfachen, aber sehr schmackhaften Gericht. Regen wird vielfach sogar als die „Pichelsteiner-Stadt“ bezeichnet. Wenn Sie Ende Juli nach Regen kommen, erleben Sie das „Pichelsteiner-Fest“, das seit 1874 jährlich abgehalten wird. Sechs Tage lang feiern dann zigtausende Besucher aus Nah und Fern und huldigen dem Pichelsteiner Eintopf. Dazu schmeckt das süffige Bier der Brauerei Falter. Kultcharakter besitzen die Schinkenstangerl der Bäckerei Schnierle, die dazu den hausgemachten Senf anbietet. Steht Ihnen der Kopf mehr nach Süßem, sind Sie im „Naschkasterl“ bestens aufgehoben. Dort finden Sie ausgezeichnete handgemachte süße Pralinen.

 

Touristinformation:
Link zu Google Maps:

>> Regen

Gastronomie:
  • Brauereigasthof Falter, Am Sand
  • Gasthaus Wurstglöckl, Kirchplatz 4
  • Berggasthof Hinhart, Hinhart 18
Brauerei:
  • Brauerei Falter, Am Sand 15
Bäcker:
  • Bäckerei Schnierle, Moizerlitzplatz 22

Pralinen:
  • Naschkasterl Traiber, Stadtplatz 15
Metzgerei:
  • Metzgerei Wurstglöckl, Kirchplatz 4

Nächstes Ziel: : Lallinger Winkel

Entfernung Regen – Lallinger Winkel: 20,7 km

Auto:

Fahrtzeit gesamt ca. 23 Minuten

Fahrrad:

Fahrtzeit gesamt ca. 1 Stunde, 23 Minuten

Bahn/Bus:

Fahrtzeit gesamt ca. 1 Stunde, 43 Minuten

Lallinger Winkel, 94551

Der Lallinger Winkel wird auch gerne die „Obstschüssel des Bayerischen Waldes“ genannt. Hier gedeiht auf den Streuobstwiesen regionales Obst, allem voran unzählige Apfelsorten. Selbst inzwischen sehr seltene alte Sorten lassen sich hier noch finden. Dementsprechend dreht sich im Lallinger Winkel alles um den Anbau und die Verarbeitung von Obst. Selbst im 2006 eröffneten 6 ha großen Feng Shui Kurpark in Lalling wird in einem Teil des Parkes die Stellung des Streuobstanbaus thematisiert. Das passt hervorragend zusammen, denn die Schwerpunkt-Themen des Parkes lauten FENG SHUI und ALTES WISSEN.

Aus dem vielfältigen Sortenreichtum ergeben sich ganz unterschiedliche Verarbeitungsarten: Im Lallinger Winkel wird seit jeher gemostet, also Apfelsaft hergestellt. Im Apfelhof Lallinger können Sie die Mosterei besichtigen. Der Apfelsaft aus dem Lallinger Winkel wird nicht nur als Getränk verwendet, er eignet sich außerdem hervorragend als Grundlage für Salat-Dressings, Fruchtshakes, Smoothies und Cocktails. Zusammen mit anderen Zutaten wie Gänseblümchen, Lavendel oder Aroniabeeren werden leckere Gelees produziert. Kaufen können Sie diese im Marmeladenhaus.

Zwei Brennereien stellen hochwertige Spirituosen aus dem Streuobstanbau her und Bärwurz-Max setzt besondere Liköre an. Die Brennereien bieten Führungen mit Verkostung an. Traditionelle Gasthäuser und Restaurants haben auf der Speisekarte neben regionalen und saisonalen Produkten im Herbst vermehrt „Apfelgerichte“, als Süßspeise oder als Beilage stehen.

Wer nicht nur essen und trinken möchte, sondern auch sein Wissen erweitern, dem sei eine Führung durch die Streuobstwiesen ans Herz gelegt. Nicht nur die Tourist-Info Lallinger Winkel bietet für Gruppen verschiedene Spaziergänge durch die Streuobstwiesen an, der Streuobsterlebnisgarten in Panholling hat ebenso eine Panorama-Tour mit Besichtigung im Angebot wie der Obst- und Gartenbauverein und der Apfelhof Lallinger.

Touristinformation:
Link zu Google Maps:

>> Lallinger Winkel

Gastronomie:
  • Gasthaus „Zum Goldberg“, Hauptstraße 18, Hunding
  • Gasthof „Zum Sonnenwald“, Sonnenwaldstraße 3, Schöfweg
  • Hotel-Gasthof Lallinger Hof, Hauptstraße 23
  • Gasthof Oswald, Dorfstraße 13
  • Landgasthof Düllhof,Ensmannsberg 3, Schaufling
  • Cafe und Laden Landpartie, Sicking 29, Schaufling
  • Thula Wellnesshotel, Ranzingerberg 16
Obst und Säfte:
  • 20 Streuobstbauern vertreten durch die IG Biozertifiziertes Streuobst Lallinger Winkel GbR, Hauptstraße 3
  • Apfelhof Lallinger, Hauptstraße 23
Brände/Liköre:
  • Schnapsbrennerei Josef Oswald, Zueding, Vorbergweg 4, Hunding
  • Apfelhof Lallinger, Hauptstraße 23
Bärwurz-Blutwurz, Liköre:
  • Duschl Max, Ranzingerbergstraße 4
Marmeladen:
  • Marmeladen-Haus, Rohrstetten, Gewerbedorf 3, Hunding
Honig:
  • Imker Josef Süß, Watzing 18

Hofladen:
  • Hofladen Düllhof mit Kräuter-Lehrpfad, Führungen, Brotbacken etc., Ensmannsberg 3, Schaufling

Heumilch, Dinkelbrot:
  • Alm-Flori – Biohof Sonnenwaldweg 20, Hunding

Ferienhof:
  • Ferienhof Fernblick, Panholling, Hochwaldstraße 19, Hunding



Alle Adressangaben wurden von den einzelnen Genussorten zur Verfügung gestellt und für die Tourenvorschläge vollständig übernommen. Eine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit wird nicht übernommen.“

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