Wartmannsroth – Hammelburg – Schweinfurt

Tourlänge gesamt ca. 42 km
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Fahrtzeit gesamt ca. 45 Minuten
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Fahrtzeit gesamt ca. 2 Stunden, 30 Minuten
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Fahrtzeit gesamt ca. 1 Stunde, 30 Minuten

Brennergemeinde Wartmannsroth, 97797

Die Gemeinde Wartmannsroth liegt im südlichen „UNESCO Biosphärenreservat Rhön“ zwischen den drei Flüssen Schondra, Fränkische Saale und Thulba. Sie ist umringt von Saaletal, Spessart und Rhön. Das Landschaftsbild ist daher besonders abwechslungsreich. Vor allem aber ist dieGemeinde Wartmannsroth als die Brennereienhochburg schlechthin bekannt. Über 82 Brennereien, bei derzeit rund 2.100 Einwohnern, bilden hier eine sagenhafte Brennereiendichte! Am vorletzten Wochenende im Oktober finden die „Wartmannsrother Tage der edlen Brände“ statt. Die Edelbrennereien lassen sich dann beim Destillieren über die Schulter schauen. Eine Besonderheit in der Wartmannsrother Brennereikultur ist, dass sich die einzelnen Brennereien unterschiedlichen Schwerpunkten widmen. Einige Brennereien haben sich auf den in Wartmannsroth entwickelten Rhöner Whisky spezialisiert, andere Brennereien legen ihren Schwerpunkt auf den Obst- oder den Getreidebrand. Doch die Brenner stellen nicht nur köstliche Destillate her, ihnen kommt im Wesentlichen auch die Pflege der Streuobstbestände und damit der Erhalt alter Streuobstsorten und nicht zuletzt das Freihalten der Kulturlandschaft zu. Probieren sollten Sie unbedingt die Brände von alten Streuobstbeständen wie Süßbirne, Haferbirne, Säubirne und Kirmesbirne. Aber auch Wildfrüchte wie Waldhimbeeren, Vogelbeeren, Weißdorn, Schlehen usw. werden in Handarbeit geerntet und in den Brennereien zu edlen Tropfen vermaischt und destilliert.

Wer mehr über das Brennereiwesen in Wartmannsroth erfahren will, kann sein Wissen auf dem Wanderwegnetz „Der Brennerweg“ durch zahlreichen Informationstafeln erweitern. Nach der Genusswanderung können dann zahlreiche Angebote der Brennereien genutzt werden, um die Herstellung der Brände vor Ort aktiv mitzuerleben und zu genießen. Angefangen vom Schnapsseminar, bei dem die Besucher den Brennvorgang miterleben können, über Gin-Workshops, bei dem die Teilnehmer das moderne Kultgetränk selbst destillieren, bis hin zu Schnapsproben und Blindverkostungen. Unter fachkundiger Leitung ausgebildeter Edelbrandsommeliers werden vielseitige Angebote mit Erlebnischarakter für Interessierte geboten, beispielsweise bei speziellen Verkostungsveranstaltungen wie der „Aktion Streuobst“, bei der die Geschmacksvielfalt alter Apfel- und Birnensorten hervorgehoben wird, darunter auch Brände von besonders schützenswerten Slow-Food-Arche-Passagieren wie z.B. Jakob Fischer oder Gewürzluiken. Neue Wege in der Herstellung von Bränden geht die Genussbrennerei Lutz. Neben der traditionellen Brennerei wird seit 2017 auch eine Verschlussbrennerei betrieben. Daraus hervor geht „Geöpfel“ – ein urtypischer Rhöner Apfelbrand und neu ins Sortiment haben es auch frische, knusprige Apfelchips und ein milder Blütenhonig geschafft.

Auch in anderen kulinarischen Nischen hat Wartmannsroth einiges zu bieten, denn dort werden zahlreiche Produkte mit Manufaktur-Charakter in Kleinbetrieben hergestellt. In der Naturland zertifizierten Biohofkäserei wird der Käse noch in aufwendiger Handarbeit produziert und mit Kräutern aus eigenem Anbau verfeinert. Dabei bekommt jeder Käse seinen eigenen Namen mit regionalem Bezug wie Trettstein, Steinbachtaler und Eidenbacher. Durch acht Eier auf ein Kilogramm Nudeln sind Vogler´s Nudeln ein qualitativ ausgezeichnetes Produkt mit dotterfrischem Geschmack. Mit hochwertigem Hartweizengries und tagesfrischen Eiern werden die Nudeln in der eigenen Hofproduktion hergestellt und direkt vermarktet. Die Eier kommen von den Hühnern aus eigener Freiland- und Bodenhaltung. Ursprünglich und natürlich geht es bei der Metzgerei Häusler her. Die Aufzucht von Rindern und Schweinen, die Landwirtschaft für den Anbau von eigenen Futtermitteln wie Heu, Getreide, Mais, Gras und natürlich die Metzgerei – alles ist in Familienhand. Weil die Häuslers in ihrer Metzgerei gern am Geschmack ihrer Wurstmonumente experimentieren, aber bewusst auf Künstliches verzichten, haben sie eine Wurst kurzerhand mit Schnaps gestreckt. Den besten Kunden hat´s gemundet und die Häuslers hatten ein einzigartiges Rezept erfunden. Mittlerweile gehören auch Aronia- oder Whisky-Bratwürste zum Sortiment.

Ein ganzes Portfolio an Rezepten stellt das Feinschmecker-Restaurant „Scheune“ in der Neumühle zur Verfügung. Das für seine Wildspezialitäten aus dem heimischen Wald bekannte Restaurant führt hierzu einen eigenen Blog auf seiner Homepage. Unter www.romantikhotel-neumuehle.de/category/kueche/ sind die Wildrezepte der gehobenen Gastronomie zum Nachkochen eingestellt. Ein besonderer Gaumenschmaus sind die aus heimischen Bränden hergestellten Pralinenspezialitäten.

Link zu Google Maps:

>> Wartmannsroth

Gastronomie:
Destillate:
  • Genussbrennerei Lutz
    Kapellenweg 5
    97797 Wartmannsroth-Windheim
  • Edelbrennerei Bischof GbR
    Hauptstraße 8
    97797 Wartmannsroth
  • Franziska die Brennerin
    Hauptstraße 8
  • Landbrennerei Kleinhenz
    Hauptstraße 24
  • Brennerei und Naturlandhof Bold’s Schnapsideen
    Fuldaer Str. 14
    97797 Wartmannsroth-Neuwirtshaus
  • SchnapsKOCHer
    Quellengasse 9
    97797 Wartmannsroth-Völkersleier
    www.schnapsKOCHer.de
Nudeln:

Vogler´s Hofprodukte GbR
Fuldaer Straße 7
97797 Wartmannsroth-Neuwirtshaus

Wurst:

Metzgerei/Direktvermarktung Häusler
Hauptstraße 26a
97797 Wartmannsroth

Käse:

Hofkäserei Zeitz
Eidenbacher Weg 7
97797 Wartmannsroth-Dittlofsroda

Nächstes Ziel: Hammelburg

gesamt ca. 12 km
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Fahrtzeit gesamt ca. 12 Minuten
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Fahrtzeit gesamt ca. 40 Minuten
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Fahrtzeit gesamt ca. 30 Minuten

Hammelburg, 97762

Hammelburg gilt als die älteste Weinstadt Frankens. Das Rathaus, der Marktbrunnen, Schloß Saaleck und das Kellereischloß mit seinem mächtigen Weinkeller zeugen noch heute von dieser langen Geschichte. Insgesamt wird auf ca. 70 Hektar Rebfläche, meist in Steillagen, Wein angebaut – ein bis heute kleines, aber feines Weinanbaugebiet. Die Rebflächen sind vom Muschelkalk geprägt, kleingliedrig und durch ökologisch wertvolle Heckenriegel aufgelockert.

Eine fast unscheinbare, aber nicht wegzudenkende kleine Besonderheit reicht man seit jeher zum Hammelburger Wein: den Dätscher! Der Dätscher ist ein dreieckiges Gebäckteil aus dunklem Roggen-Brotteig, bestreut mit grobem Salz und Kümmel. Entstanden ist dieses einzigartige Gebäck eher aus einer Not heraus, wollte man doch früher die Teigreste beim Brotbacken keinesfalls verschwenden. Vielmehr „dätschte“ man die Reste mit der Hand in Form und nutzte die Resthitze im Ofen zum Backen. 1953 entdeckter der Hammelburger Bäcker Walter Emmert den Dätscher als Geschäftsidee für seinen Familienbetrieb. Freitagabend, wenn der Winzerkeller öffnete, machte sich Bäcker Emmert mit einem großen Korb voller frischgebackener Dätscher auf den Weg und verkaufte seine „Dödschär“ direkt vor Ort zum Wein. Noch heute gibt es drei handwerkliche, familiengeführte Bäckereien in Hammelburg, die den Dätscher täglich frisch verkaufen. Angeboten wird das kleine Brot in der traditionellen Dreicksform, wie es Bäcker Emmert geprägt hat, und seit einigen Jahren auch in Form des fränkischen Bocksbeutels.

Den Dätscher erleben und genießen kann man in Hammelburg auf vielfältige Art. Das neukonzipierte Museum Herrenmühle widmet sich beispielsweise ganz den Themen „Brot und Wein“. In der Ausstellung können Sie nachverfolgen, wieviel Arbeitsschritte notwendig sind, bis schließlich das Brot oder der typische Dätscher beim Verbraucher auf den Tisch kommen. Natürlich wird auch die Geschichte des Dätschers thematisiert. Eine weitere Möglichkeit, den Dätscher und seine Geschichte kennenzulernen, ist der Stadtrundgang „Stadtmenü in zwei Gängen“. Ob auf eigene Faust erkundet oder mit Führung: der Dätscher wird nicht nur auf einer Texttafel vorgestellt, sondern kann auch gleich vor Ort gekauft und gekostet werden.

Link zu Google Maps:

>> Hammelburg

Touristinformation:

Kulturamt Hammelburg
Kirchgasse 4
97762 Hammelburg
Tel.  09732 902 430
kulturamt@hammelburg.de

Gastronomie:
Backwaren/Dätscher:
  • Bäckerei Emmert
    Dalbergstraße 81
  • Bäckerei Schwab
    Kissinger Straße 19
  • Bäckerei Schaub
    Josef-Bott-Straße 8
    97762 Hammelburg – Diebach

Wein:
  • Bioland-Weingut Plewe
    Dalbergstr. 14
  • Weingut Ruppert
    Obere Stadtmauer 15
  • Schäfers Weingut
    Von-Erthal-Straße 16
    97762 Hammelburg-Untererthal
  • Naturland – Weingut Schloß Saaleck
    Am Marktplatz 1
  • Winzerkeller Hammelburg
    Kirchgasse 4
  • Müller! Das Weingut und Weinhotel
    Am Marktplatz 12

Nächstes Ziel: Schweinfurt

gesamt ca. 30 km
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Fahrtzeit gesamt ca. 30 Minuten
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Fahrtzeit gesamt ca. 2 Stunden
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Fahrtzeit gesamt ca. 1 Stunde

Schweinfurt, 97421

Bei einem Rundgang durch das Zentrum von Schweinfurt entdecken Sie liebevoll sanierte Winkel der Altstadt, Teile der Stadtmauer, das Rathaus, den Marktplatz mit Geburtshaus des Dichters Friedrich Rückert, verschiedene Kirchen, Museen und Galerien. Lohnenswert ist ein Besuch im Museum Georg Schäfer, das die größte und bedeutendste Privatsammlung der deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts beherbergt. Viele Werke von Spitzweg oder Caspar David Friedrich sind hier zu bestaunen. Ein weiteres museales Highlight ist die Kunsthalle Schweinfurt. In einem ehemaligen Hallenbad setzt die Ausstellung ihren Schwerpunkt auf deutsche Kunst nach 1945 sowie Werke des expressiven Realismus.

Im Fokus der Schweinfurter Kulinarik steht die Tradition der „Schweinfurter Schlachtschüssel“, die ohne das örtliche Metzgerhandwerk und die Kochkunst der ansässigen Gastronomen nicht zu denken ist. Das Besondere an der Original Schweinfurter Schlachtschüssel liegt darin, dass sie auf einem langen blanken Brettern serviert und auch direkt von dort gegessen wird. In dieser Form ist dies nur noch in der Stadt und im Landkreis Schweinfurt erlaubt. Dazu gibt es deftiges Bauernbrot, Kren (Meerrettich) und Sauerkraut, gewürzt mit Salz und Pfeffer, beides auf dem Holzbrett vermischt. Getrunken wird dazu Most oder Wein. Die Stücke vom Schwein werden bei der Schlachtschüssel in verschiedenen Gängen serviert, so kann sich das Mahl bis zu zwei Stunden hinziehen. Natürlich darf auch nach den Rezepten gefragt werden, so dass jeder von dieser Brauchtums-Veranstaltung etwas mit nach Hause nimmt. In den Schweinfurter Restaurants findet die „Schweinfurter Schlachtschüssel“ zu festgelegten Terminen statt, Gruppen sind nach Voranmeldung immer möglich. Allerdings – und das ist wichtig zu wissen – nur in der Zeit von Oktober bis April, da die „Original Schweinfurter Schlachtschüssel“ ein saisonales Angebot ist. Ganz neu und zeitgemäß hat die „Original Schweinfurter Schlachtschüssel“ jetzt auch eine moderne, vegetarische Weiterentwicklung erfahren: die Gemüse-Schlachtschüssel, in Form von regionalem Gemüse. In 6 Gängen, mit zahlreichen Dips und frischem knusprigen Brot kann das regionale Gemüse in seiner ganzen Vielfalt gekostet werden. Die „Gemüse Schlachtplatte“ steht beispielsweise im „Main-Café Restaurant“ auf der Speisekarte.

Wer nach der „Schlachtschüssel“ noch einen kleinen Schwarzen trinken möchte, der kann ebenfalls ein original Schweinfurter Produkt genießen: Die kleine Kaffeerösterei Schweinfurt sowie die Kaffeerösterei Wehner veredeln schonend die grünen Rohkaffeebohnen aus vielen Ländern rund um den Äquator.

Link zu Google Maps:

>> Höchstadt an der Aisch

Touristinformation:

Tourist-Information Schweinfurt 360°
Rathaus, Markt 1
97421 Schweinfurt
Tel. 09721 51360-0
tourismus@schweinfurt360.de

Gastronomie:
Metzgerei:
  • Schürger Fleischwaren KG
    Otto-Hahn-Straße 2
    97440 Werneck
  • Lutz Genusswelt
    Hauptstraße 27
    97497 Dingolshausen
    www.lutz-genusswelt.de
Kaffee:
  • Wehner´s Rösterei
    Euerbacher Straße 4 – 8
  • Die kleine Kaffeerösterei
    Rückertstraße 13



Alle Adressangaben wurden von den einzelnen Genussorten zur Verfügung gestellt und für die Tourenvorschläge vollständig übernommen. Eine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit wird nicht übernommen.“

Bayerisches Staatsministerium für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten