Schrobenhausener Land – Wolnzach

Tourlänge gesamt ca. 36 km (von Schrobenhausen bis Wolnzach)

Auto:

Fahrtzeit gesamt ca. 36 Minuten

Fahrrad:

Fahrtzeit gesamt ca. 2 Stunden

Bahn/Bus:

Fahrtzeit gesamt ca. ÖPNV-Verbindung nur mit 3 x umsteigen und über 3 Stunden Fahrtdauer

Schrobenhausener Land, 86529

Ein Besuch in Schrobenhausen lohnt sich nicht nur zur Spargelsaison. Die Stadt kann auf eine über 1200jährige Geschichte zurückblicken. Als Wahrzeichen wird oft der grüne Stadtwall bezeichnet, der den Mauerring der gut erhaltenen Altstadt umgibt und erst aus der Luft in seiner geschlossenen Form zu bewundern ist. Lange Zeit galt er als Orientierungshilfe für die Luftfahrt.

Die Silhouette der Stadt ist von drei Kirchen aus dem 15. Jahrhundert geprägt, darunter die weithin sichtbar gotische Hallenkirche St. Jakob. Direkt an der Stadtmauer befindet sich das Europäische Spargelmuseum. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen auch der unter Denkmalschutz stehende „Alte Friedhof“ sowie das Wasserschloss Sandizell, das etwas abseits vom Stadtkern steht. Besonders stolz ist Schrobenhausen auf seine Kunstschätze, die auf das Vermächtnis des berühmtesten Sohnes der Stadt zurückgehen – Franz von Lenbach. Er galt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als bedeutendster Porträtist Europas. Deshalb gibt es hier den Lenbachplatz und die Lenbachstraße.

Die Gegend um Schrobenhausen ist eine uralte Kulturlandschaft mit bäuerlichen Strukturen, der Blick schweift über kleinräumig gegliedertes Land, über Felder und Wiesen und unbebaute Auen. Es gibt viele verträumte Winkel und zahlreiche Wege für Wanderer und Radfahrer.

Schrobenhausen liegt an der Paar, einem der mittlerweile wenigen nicht regulierten Flüsse Bayerns, dessen Lauf über weite Strecken mäandert. Das Paartal ist ein Rückzugsgebiet für seltene Pflanzen- und Tierarten. Die speziellen Böden rund um Schrobenhausen – zum einen leichte Sandböden, zum anderen verhaltene Mineralböden – führten zu zwei herausragenden Anbaurichtungen: zum Spargelbau und zur Kartoffelzüchtung. „Schrobenhausener Spargel“ ist als Qualitätsprodukt sehr bekannt, doch die Region ist auch das größte zusammenhängende Kartoffelanbaugebiet Süddeutschlands, in der jede fünfte Kartoffel in Bayern erzeugt wird.

Schrobenhausener Spargel ist mittlerweile von der Europäischen Union offiziell mit geografischer Herkunftsangabe geschützt. Der Spargelmarkt findet alljährlich im Mai auf dem Schrobenhausener Lenbachplatz statt. Seit vielen Jahren ist auch der Spargelanstich auf dem Münchener Viktualienmarkt Tradition, bei dem die frisch gekürte Spargelkönigin mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Medien den ersten Schrobenhausener Spargel präsentieren und damit die Saison eröffnen. Sie gilt in der Region um Schrobenhausen übrigens als „fünfte Jahreszeit“.

Eine weitere kulinarische Feinheit aus Schrobenhausen ist der „Paartaler Bauernschinken“, er stammt vom Schwein und wird geräuchert oder luftgetrocknet angeboten.

 

Touristinformation:
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>> Schrobenhausener Land

Gastronomie:
  • Gasthof Stief, Aichacher Straße 21
  • Landgasthof Vogelsang, Bahnhofstraße 24 (Weichering)
  • Gasthof Bogenrieder, Ringstraße 5 (Waidhofen)
  • Zu Müllers Winkelhausen, Römerstraße 9 (Langenmoosen/Winkelhausen)

 

Erzeuger:
  • Spargelhof Familie Karl, Hörzhausener Straße 4a (Gachenbach-Peutenhausen)
  • Schrobenhausener Spargelhof – Gut Haslangkreit, Schloßstraße 2 (Kühbach)

 

Institutionen und Verbände:
  • Ein- und Verkaufsgenossenschaft Schrobenhausen, Pöttmeser Straße 15
  • Spargelerzeugerverband Südbayern e.V., Bürgermeister-Stocker-Ring 33

 

Nächstes Ziel: Wolnzach



Wolnzach, 85283

Der Markt Wolnzach liegt mitten im weltweit größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebit – der Hallertau. Mehr als ein Drittel des Welthopfenbedarfs wird aus dem hochwertigen Hallertauer Hopfen gedeckt. Das Bier – oder der goldene Gerstensaft – ist somit auch ein Wolnzacher Lebenselixier.

Der Hopfen prägt das Landschaftsbild. Eingebettet in den Hügeln der Hallertau erwartet die Besucher eine einzigartige Kulturlandschaft. Im Sommer ragen die Hopfenreben 7 Meter in die Höhe und wachsen der Sonne entgegen. Kombiniert mit Getreide-, Rapsfeldern, Mohnblumen, Wiesen und Bachläufen zeigt sich ein wunderschönes Bild. Aber auch im Winter bieten die kargen Hopfengärten mit Ihren verwaisten Stangen eine eindrucksvolle Szenerie.

In und um Wolnzach befinden sich die wichtigsten Institutionen des Hopfenbaus: Vom weltweit führenden Hopfenforschungsinstitut über den Hopfenpflanzerverband, den Hopfenring, die Hopfenverwertungsgenossenschaft, die Organisation zur Zertifizierung des Hopfens bis hin zu bedeutenden Handelshäusern und Hopfenverarbeitungsbetrieben und natürlich – das Deutsche Hopfenmuseum.

Gastronomie, Handel und Landwirtschaft bieten ein Rundum-Genuss-Hopfenpaket.

Einmal im Jahr wird Wolnzach zur Hauptstadt der Hallertau. Dann strömen Tausende Besucher zum Hallertauer Volksfest.

 

 

Touristinformation:
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Hotellerie und Gastronomie:
  • Hopfenhotel Hallertau, Ziegelstraße 4
  • Hotel Hopfengold, Preysingstraße 53
  • Hopfenbauer Rudi Randelzhofer (produziert den Hopfenlikör „Hopfalaus“ zu Hause und gewann damit schon eine Auszeichnung)
  • Nepomuk Stub`n, Schloßstraße 15

 

Regionale Produkte:
  • Urban Chestnut Brewing Company, Am Brunnen 2
  • Lamplbräu, Bründlweg 1 (Wolnzach-Larsbach)
  • Schokoladen- und Kaffeegeschäft „Aroma“, Marienplatz 7
  • Teeblatt Kürzinger, Presingstraße 36
  • Rusticarum (ehem. Hopfenmanufaktur Manuela Vitzthum), Gabelsbergerstr. 4
  • Hopfenschmuck von Helga Gökmen, Lindenstraße 4

 



Alle Adressangaben wurden von den einzelnen Genussorten zur Verfügung gestellt und für die Tourenvorschläge vollständig übernommen. Eine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit wird nicht übernommen.“

Bayerisches Staatsministerium für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten