Kleintettau – Kronach – Wallenfels

Tourlänge gesamt ca. 50 km

Auto:

Fahrtzeit gesamt ca. 1 Stunde

Bahn/Bus:

Fahrtzeit gesamt ca. 2 Stunden, 3 Minuten (mit 2x umsteigen)

Kleintettau, 96355

Kleintettau liegt im nördlichen Teil des Naturparks Frankenwald, am Fuße des Rennsteigs, einem circa 170 km langen Kammweg. Der Rennsteig ist der älteste und mit etwa 100.000 Wanderern jährlich, der meistbegangene Weitwanderweg Deutschlands. Relativ neu dagegen ist der Rennsteig-Radwanderweg, mit insgesamt 195 km Länge.

Der Frankenwald bietet Walderlebnis– das 925 km2 große deutsche Mittelgebirge im Nordosten Frankens hat Erhebungen bis 794,6 m und Ausläufer bis nach Thüringen. Auch bei Wintersportlern ist der Rennsteig beliebt.

Die Forstwirtschaft hat hier jahrhundertelange Tradition, die Stämme wurden per Floß in die Niederlande verschifft. In Kleintettau siedelten sich vor gut 350 Jahren die ersten Glasmacher an, und noch heute sind zwei große Glashütten in Kleintettau und Tettau die größten Arbeitgeber der Region.

Nachhaltiges Wirtschaften ist ganz selbstverständlich. Die kräuterreichen Magerwiesen sind unter anderem für den Bärwurz bekannt. Bereits in den 1980er Jahren waren die ersten Hochlandrinder auf den Weiden zu sehen – heute beweiden über 140 Tiere in bis zu 12 Herden die Kulturlandschaft. Ein ortsansässiger Pferdezüchter bearbeitet seine Wiesen und Felder ausschließlich mit seinen Pferden, so dass seine Kartoffelernte zur Attraktion wurde.

 

Besonders erwähnenswert ist das bereits mehrfach ausgezeichnete „Tropenhaus am Rennsteig“, auch „Klein-Eden“ genannt. Es startete als EU-Pilotprojekt 2011, produziert tropische Früchte (z.B. Bananen, Kakao) und Fische (z.B. Nilbuntbarsche) und wird mittels Abwärme beheizt.

 

In der Frankenwaldküche werden die Feldfrüchte der Saison verarbeitet, es gibt vor allem Kartoffelgerichte. Eine typische Tradition aus dem Genusshandwerk ist auch das sogenannte „Streuble“ backen – ein Festtagsgebäck aus weichem, elastischem Hefeteig, das in Kugeln geformt, von Hand ausgezogen und dann in heißem Butterschmalz ausgebacken wird. Die Kochbuchautorin und Genussbotschafterin Kerstin Rentsch gibt das Wissen über die Koch- und Esskultur gerne an Interessierte weiter, fragen Sie nach aktuellen Kochkursterminen oder wann das nächste Hoffest ansteht. Um dem Geschmack der Region auf die Spur zu kommen, sollte man einen Hochlandrinderbraten auf Bergwiesenheu geschmort probieren. Neuerdings gibt es auch Bärwurz-Bratwürste oder Glas-Kuchen – dabei wird der Kuchenteig schonend im Mehrwegglas „gegart“, so dass keine Reizstoffe wie beim Backen entstehen. Auf jeden Fall sollten Besucher Produkte aus Tropenhausfrüchte mit nach Hause nehmen, z.B. Chutneys oder Fruchtaufstrichen!

Auch kulturell hat Kleintettau einiges zu bieten, zum Beispiel das Europäische Flakonglasmuseum mit über 1000 Flakons – die Ältesten davon stammen aus Ägypten und dem Gebiet des heutigen Irak.

 

Touristinformation:
Link zu Google Maps:

>> Kleintettau

Gastronomie:
  • Gasthof Söllner, Christian-Hammerschmidt-Straße 29
  • Gasthof Possecker, Marktplatz 9
  • Landgasthof Detsch, Coburger Straße 9 (Stockheim/Haig)
  • Antikhotel Steinbach am Wald, Kronacher Straße 3 (Steinbach am Wald);
  • Alexander Herrmann Restaurant, Marktplatz 11 (Wirsberg)
  • Glas-Cafe- Glashüttenplatz 7
Erzeuger:
  • Klein Eden – Tropenhaus am Rennsteig GmbH (tropische Nutzpflanzen und Speisefische aus nachhaltiger Züchtung), Klein Eden 1
  • Kerstin Rentsch (Kräuter und Beeren), Kuhwald 1
  • Schottische Hochlandrinderzucht im Frankenwald, Glashüttenplatz 3
  • Landwirtschaftsbetrieb Zipfel, Glasmeister-Heinz-Straße 20
  • Glas-Cafe, Glashüttenplatz 7
  • Bäckerei Löffler, Glasmeister-Heinz-Straße 3
  • Bäckerei Ruß, Hauptstraße 16
  • Metzgerei Heinz, Schauberger Straße 4

 

Regionale Institutionen und Vereine:
  • Rennsteigregion im Frankenwald, Am Berg 2 (Ludwigsstadt)
  • Arnika Akademien, Wiesenstraße 15 (Teuschnitz Agrotourismus Frankenwald
  • Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach, Dienststelle Kronach, Kulmbacher Straße 44
  • Verein Genussregion Oberfranken e.V., Maximilianstraße 6 (Bayreuth)

Nächstes Ziel: Kronach

36,5 km

Auto:

Fahrtzeit gesamt ca. 38 Minuten

Fahrrad:

Fahrtzeit gesamt ca. 1 Stunde, 26 Minuten

Bahn/Bus:

Fahrtzeit gesamt ca. 1 Stunde, 11 Minuten (mit Bus bis Bahnhof Pressig, von dort mit Regionalbahn nach Kronach)

Kronach, 96317

Kronach liegt im Herzen Europas, im schönen Naturpark Frankenwald, an den Flüssen Haßlach, Kronach und Rodach, die dort zusammenfließen. In der Nähe führt der Frankenwaldsteig vorbei, ein beliebter Wanderweg, sowie auch mehrere Radwege, wie der Main-Radweg, der Burgenstraßen-Radweg oder die Main-Coburg-Tour.

Die Stadt kann auf eine über 1000jährige Geschichte zurückblicken. Hier wurde Lucas Cranach der Ältere geboren, einer der bedeutendsten deutschen Maler der Renaissance und Freund von Martin Luther. Die malerische Mittelgebirgslandschaft mit ihren ursprünglichen Flusstälern, kleinen Bachläufen in romantischen Wiesen, sanften Hügeln und riesigen Waldflächen ist von mildem Klima geprägt.

 

Fast zwei Drittel der Ackerfläche wird mit Getreide bestellt. Fast 17 Prozent der Fläche werden im ökologischen Landbau bewirtschaftet. Trotz relativ kleinem Anteil hat die Schweinehaltung besondere Bedeutung, denn es werden alte Schweinerassen wie Mangaliza Wollschweine, Schwäbisch Hallische Landschweine und Sattelschweine gehalten. Generell ist Nachhaltigkeit für die heimische Land- und Forstwirtschaft seit Generationen ein Begriff. Mit einem Waldanteil von fast 60 Prozent zählt der Landkreis Kronach zu den waldreichsten Landschaften Bayerns.

Eines der meistbesuchten Ausflugsziele ist die Festung Rosenberg, die zu den größten Festungsanlagen Deutschlands zählt. Sie ist umgeben von mächtigen steinernen Bastionen, die ihr seit dem 17. Jahrhundert ihre heutige fünfeckige Gestalt verleihen. Zwischen der Festung und der Unteren Stadt liegt die Obere Stadt, ein Ensemble-Denkmal mit liebevoll restaurierten Häusern, kleinen Gassen und verträumten Winkeln, das noch von einer vollständig erhaltenen Stadtmauer umgeben ist. Allein hier gibt es elf Gasthäuser, teils mit Biergarten, von dem man einen herrlichen Blick über die Altstadt hat. Die regionale und saisonale Küche wird hier nach traditioneller Art gepflegt. Eine Spezialität aus dem Kronacher Raum sind die „Blöchla“, ein röhrenförmiges, innen hohles Schmalzgebäck, das mit einem besonderen Eisen hergestellt wird und auf die Flößereitradition zurückgeht: Der Name spielt auf das wertvolle Stammholz an, die sogenannten Blöcher. Weitere regionaltypische Gerichte sind: Kronacher Schwatzela (Gebäck), Seelenspitzen (Gebäck), Knöchle mit Schlamperkraut (Eisbein mit Sauerkraut), Sträubla (Schmalzgebäck), Radkuchen, die Kronacher Elle (eine Bratwurst) und das Schmäuß (dunkles Vollbier, das im Kunigundenmaß ausgeschenkt wird (1,125 l))

Wer alles an einem Ort erleben und frisch vorm Erzeuger beziehen will: Von Anfang März bis Dezember findet jeden Samstag der Bauernmarkt auf dem Melchior-Otto-Platz statt.

 

Touristinformation:
Link zu Google Maps:

>> Kronach

Gastronomie:
  • Gaststätte Kaiserhof, Friesener Str. 1
  • Bastion Marie, Festung 1
  • Brauwirtshaus s’Antla, Amtsgerichtsstraße 21
  • Bäckerei & Café am Bamberger Tor, Amtsgerichtsstraße 1
Erzeuger:
  • Kaiserhof-Bräu, Friesener Str. 1
  • Romigshof, Waltraud und Josef Fehn, Letzenberg 1
  • Fröschbrunna, Fröschbrunn 3
  • Metzgerei Hanna, Am Kalkwerk 2, Mittelstraße 2
  • Klaus Backer GmbH, Mohrengasse 5
  • Kronacher Keramik, Strauer Straße 4

 

Regionale Institutionen:
  • Kronach Creativ e.V., Klosterstraße 3
  • Genussbotschafterin Rosi Ross
  • Tina-Christin Rüger, ehemalige Bierkönigin und Bierbotschafterin

 

Nächstes Ziel: Wallenfels

13,8 km

Auto:

Fahrtzeit gesamt ca. 18 Minuten

Fahrrad:

Fahrtzeit gesamt ca. 45 Minuten

Bahn/Bus:

Fahrtzeit gesamt ca. 40 Minuten, ab Busbahnhof Kronach

Wallenfels, 96346

Auch Wallenfels liegt im Herzen des Frankenwalds, im Tal der Wilden Rodach.

Die Gegend um Wallenfels hat karge Böden und ist geprägt vom Wasser und den Wäldern an den steilen Hängen der umliegenden Berge. Mit Stolz trägt der Ort den Titel „Flößerstadt“. Auch wenn die Mühlen mittlerweile größtenteils verschwunden sind, ziehen doch heute noch die Mühlbäche
durch den Ort und machen Wasser zum dominierenden Faktor im Stadtbild. Von Ende Mai bis Anfang September laden die Stadt Wallenfels und die Flößergemeinschaft zur Floßfahrt auf der Wilden Rodach ein.

Kulinarisch ist Wallenfels für eine Spezialität berühmt, die es nur hier gibt – die „Gstopftn Rumm“. Steckrüben, Karotten, Wirsing, Kraut und Lauch sind die Zutaten, sie werden erst zerkleinert und dann in Holztrögen lange gestampft, bis nur noch drei Millimeter kleine Stücke übrig sind. Gestampft wird in der Gemeinschaft, in uralten Felsenkellern, oftmals bis spät in die Nacht. Allein das dafür benötigte Werkzeug, sogenannte Stopfmesser, wird von Generation an Generation weitergegeben.

Ein solches Gericht ist nur hier im Ort bekannt – nicht einmal im benachbarten Kronach gibt es Vergleichbares. Die „Gstopftn Rumm“ sind ein echtes Stück Heimat. Die Wallenfelser Gasthäuser bieten die Spezialität im Herbst und Winter als Beilage zu Gebratenem an, manchmal wird sie auch für Fisch oder als Grundlage für Suppen verwendet.

Weitere Spezialitäten sind das Flößerbrot oder auch frische Forellen aus der Wilden Rodach. Zudem wurden in den letzten Jahren fast schon vergessene Gerichte wie Stockfisch und Zicklein wiederentdeckt.

Touristinformation:
Link zu Google Maps:

>> Wallenfels

Gastronomie:
  • Gasthaus Roseneck, Schützenstraße 46
  • Gasthaus Egersmühle, Frankenwaldstraße 7
Erzeuger:
  • Hammerschneidmühle, die letzte von einem Dutzend Schneidmühlen in Wallenfels, wird heute noch mit Wasser betrieben.
Regionale Institutionen:
  • Frankenwaldverein Ortsgruppe Wallenfels
  • Heimatgeschichtlicher Arbeitskreis Wallenfels e.V.



Alle Adressangaben wurden von den einzelnen Genussorten zur Verfügung gestellt und für die Tourenvorschläge vollständig übernommen. Eine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit wird nicht übernommen.“

Bayerisches Staatsministerium für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten