Etzenricht – Kornthan und Muckenthal – Klosterstadt Waldsassen

Tourlänge ca. 65 km

Auto:

Fahrtzeit gesamt ca. 55 Minuten

Fahrrad:

Fahrtzeit gesamt ca. 3,5 Stunden

Bahn/Bus:

Fahrtzeit gesamt ca. 4 Stunden

Etzenricht, 92694

Die Tour beginnt in Etzenricht. Bereits bei der Anfahrt sehen Sie den Kirchberg Etzenricht, ein Höhenrücken, auf dessen Kuppe die evangelische Kirche St. Nikolaus thront. Erstmals urkundlich erwähnt wird sie im Jahr 1440. Einige Gebäudeteile stammen sogar bereits aus dem 14. Jahrhundert.

Im Gemeindewappen zeigen drei Symbole auf, welche Nahrungsmittel in Etzenricht seit jeher eine große Rolle spielen: ein Rodungshaue, ein Bienenkorb und ein Fisch. Die Haue symbolisiert, dass der Ort auf gerodetem Land aufgebaut wurde – auf dem jetzt Gemüse vielerlei Art angebaut und im Direktvertrieb verkauft wird. Die in Etzenricht erzeugten Produkte sind überwiegend landwirtschaftliche Urprodukte, die ohne große Verarbeitungsschritte direkt beim Verbraucher landen. Im Hofladen des denkmalgeschützten Beutnerhofs, dem sogenannten „Krautbauer“, kann das Gemüse täglich eingekauft werden.

Die anderen beiden Symbole des Wappens weisen auf die zwei Produkte Honig und Fisch hin, die auch heute noch eine große Rolle spielen. Fische kann man in Etzenricht ebenfalls direkt vom Erzeuger kaufen, die vielen Teichwirte beliefern mit Ihrer fangfrischen Ware aber auch die örtliche Gastronomie. Die Gänse und Enten vom Geflügelhof Paulus werden vor Ort großgezogen und ab Hof vermarktet. Bis dahin leben die Tiere größtenteils vom Futter der kräuterreichen, an der Naab gelegenen Gänseweiden in artgerechter Freilandhaltung.

Um den Honig kommen Sie in Etzenricht nicht herum. Für die Honigernte müssen die Honigwaben zwei Mal im Jahr entdeckelt und geschleudert werden. Die meisten Etzenrichter Imker setzen dazu immer noch die gute alte Handkurbel-Schleuder ein – also echte Handarbeit!

Link zu Google-Maps:

>> Etzenricht

Gastronomie:
  • Gasthof und Pension Riebel, Weidener Str. 30
  • Schankwirtshaus Hermann, Weidener Str. 38
Honig:
  • Karl Waldeck, Weidener Str. 16
  • Mathias Beutner, Rothenstädter Str. 3
  • Michael Böhm, Tulpenweg 14
  • Friedrich Beutner, Sandstraße 20
Gemüse:
  • Beutnerhof, Weidener Str. 31
Geflügel:
  • Geflügelhof Paulus, Manteler Weg 6

Nächstes Ziel:

Entfernung Etzenricht – Kornthan: 43,1 km

Auto:

Fahrtzeit gesamt ca. 30 Minuten

Fahrrad:

Fahrtzeit gesamt ca. 2,5 Stunden

Bahn/Bus:

Fahrtzeit gesamt ca. 2 Stunden

Kornthan  und Muckenthal, 95676

Kornthan und Muckenthal sind kleine Fischerdörfer und liegen im sogenannten „Land der 1.000 Teiche“, das vor fast 1.000 Jahren entstanden ist und damals überwiegend dem Kloster Waldsassen gehörte. Ein gutes Drittel der Feldflur besteht heute noch aus diesen Fischteichen. Dementsprechend stark prägen sie die Kulturlandschaft optisch und darüber hinaus spielen sie im Leben der Dorfbewohner traditionell eine große Rolle. Wenn Sie es sich einrichten können, fahren Sie am besten am zweiten Oktoberwochenende nach Kornthan, denn dann findet dort die „Kornthaner Karpfenkirchweih“ statt. Tausende Besucher strömen aus diesem Anlass in das winzige Dorf, um Spezialitäten rund um den heimischen Süßwasserfisch auf den Hoffesten der Fischbauernhöfe zu kosten.

Wenn Sie ein Fischfan sind, kehren Sie am besten im benachbarten Muckenthal im „Fischerstüberl“ ein. Dort kommen Sie voll auf ihre Kosten, denn hier wird eine kreative Fischküche mit raffinierten Schmankerln gepflegt. Die kulinarische Vielfalt reicht von traditionellen Oberpfälzer Fischgerichten wie dem Karpfen blau bis hin zur innovativen Karpfenküche. Die Fischbauern beliefern die regionale Gastronomie und Dorfläden mit ihren Erzeugnissen. In den Hofläden der drei Fischbauernhöfe können Sie heimische Fische, roh oder geräuchert, Fischsalate und viele weitere Fischspezialitäten kaufen.

Links zu Google-Maps:

>> Kornthan 
>> Muckenthal

Fisch:
  • Fischereibetrieb Wolfgang Stock, Kornthan 18
  • Fischzucht Maierhöfer, Kornthan 14
  • Fischhof Bächer, Muckenthal 4
Gastronomie:
  • Gasthof Gleißner, Muckenthal 7
  • „Fischerstüberl“, Fischhof Bächer, Muckenthal 4

Nächstes Ziel:

Entfernung Muckenthal – Waldsassen: 21,2 km

Auto:

Fahrtzeit gesamt ca. 23 Minuten

Fahrrad:

Fahrtzeit gesamt ca. 1 Stunde

Bahn/Bus:

Fahrtzeit gesamt ca. 40 Minuten

Klosterstadt Waldsassen, 95652

Den weltberühmten Klosterbibliotheksaal der Abtei Waldsassen dürfen Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. In der zur Klosteranlage gehörenden Stiftsbasilika finden Sie Deutschlands größte Kirchen- und Klostergruft. Ebenso beeindruckend ist die Orgelanlage mit 103 Registern und 7.720 Pfeifen, 82 Glocken und einem Cymbelstern. Aber das Kloster hat nicht nur etwas fürs Auge und die Ohren zu bieten, sondern auch für Gesundheit und Gaumengenuss: den Kräutergarten nach Hildegard von Bingen, den Garten nach Sebastian Kneipp, den Permakulturgarten mit Kräutern der Traditionellen Chinesischen Medizin und einen Bauerngarten mit sortenreinen Gemüsearten und alten längst vergessenen Kulturgemüsesorten. Bereits genussfertig von den Zisterzienserinnen des Klosters hergestellt sind der Likör „Drachengold“ und die von Hand produzierten Zwiebelzuckerl, für alle Husten- und Halswehgeplagten. Und im Restaurant der Zisterzienserinnen-Abtei werden Kräuter aus dem Naturerlebnisgarten zu Kräuterlimonade verarbeitet.

Bei Ihrem Rundgang durch Waldsassen sollten Sie unbedingt in der Bäckerei Rosner vorbeischauen und die Lebkuchenplätzchen ausprobieren, die nach einem über 100 Jahre alten Lebkuchenrezept hergestellt werden. Auch exotisches hat der Ort zu bieten, nämlich eine eigene Straußenfarm. Jeden zweiten Sonntag im Monat findet eine Hofführung statt.

Touristinformation:
Link zu Google-Maps:

>> Waldsassen

Lebkuchen:
  • Bäckerei Rosner, Baumeister-Emil-Engel-Straße 2
Straußenfarm:
  • Straußenfarm Mitterhof, Mitterhof 1
  • Bauer Richtmann, Hauptstraße 6
Honig:
  • Imkerei Josef Ernst, Münchenreuth Nr. 5
Gastronomie:
  • Gasthaus Kapplwirt, Kappl 1



Alle Adressangaben wurden von den einzelnen Genussorten zur Verfügung gestellt und für die Tourenvorschläge vollständig übernommen. Eine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit wird nicht übernommen.“

Bayerisches Staatsministerium für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten