Aischgründer Bierstraße – Neustadt a. d. Aisch

Tourlänge gesamt ca. 35 km

Auto:

Fahrtzeit gesamt ca. 45 Minuten

Fahrrad:

Fahrtzeit gesamt ca. 1 Stunde, 50 Minuten

Bahn/Bus:

Fahrtzeit gesamt ca. 1 Stunde, 30 Minuten

Aischgründer Bierstraße, 91443

Nomen est Omen – auf dieser Tour dreht sich (fast) alles ums Bier. Sechs Familienbrauereien, die schon seit Jahrhunderten ihre Zunft pflegen, bieten auch heute noch ihre selbstgebrauten Biere an. Und so können Sie sich von Ort zu Ort „hangeln“ und überall wartet ein frisch gezapftes Bier auf Sie.

Die gesamte Aischgründer Bierstraße verläuft auf einer Länge von 55 km von Bad Windsheim bis Uehlfeld und zweigt dabei immer wieder zu benachbarten Gemeinden ab.

In Bad Windsheim, wo die Tour der Aischgründer Bierstraße beginnt, sollten Sie auf jeden Fall das Fränkische Freilandmuseum besuchen. Dort lernen Sie viel über das Alltagsleben der ländlichen Bevölkerung Frankens, ausgehend vom Spätmittelalter bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Ein Teil der Ausstellung ist der Braukunst gewidmet, Sie sind also schon mitten im Thema. Ebenfalls auf und rund um das Museumsgelände befinden sich die ersten Einkehrmöglichkeiten, in denen Sie sich typisch fränkische Gerichte schmecken lassen können. dürfen Sie sich beispielsweise auf fränkische Schäuferle oder Schweinebraten in Dunkelbiersauce freuen. Fischfans dagegen begeistern sich an den Variationen des fränkischen Karpfens, denn die Aischgründer Bierstraße führt durch ein Gebiet mit unzähligen Fischteichen. Besonders häufig werden Sie – zumindest in den Monaten mit einem r im Namen – dem gebackenen Karpfen auf Ihrem Teller begegnen. Wer dann noch Platz im Magen hat, lässt sich die Apfelküchle im Bierteigmantel schmecken – oder einen Bierschnaps mit Früchten aus heimischen Streuobstwiesen. Sogar in den Bäckereien entlang der Aischgründer Bierstraße wird gerne Bier verarbeitet: Köstliche Bierkornstangen oder Brotkreationen machen Appetit auf mehr.

Am Ende der Tour, in Uehlfeld, ist die älteste Brauerei der Region ansässig. Die Familie Zwanzger braut seit 1639 urkundlich erwähnt in der 12. Generation. Der junge Braumeister Christian Zwanzger hat seine Leidenschaft für Spezial- und Kleinsude (Craft Beer) entdeckt. In rein handwerklicher Arbeit, ohne technische Hilfsmittel und ohne Einsatz von Strom werden hier Spezialsude wie Honigbier, Holunderblütenbier oder Zitronenmelissenbier gebraut. Noch eine Besonderheit: Der hierfür verwendete Hopfen stammt aus eigenem Anbau.

Speziell ist aber auch ein Uehlfelder Gericht: das Uehlfelder Kreenschnitzel. Es wird mit Meerrettich gefüllt und mit Malzschrot paniert, dazu gibt es eine würzige Biersauce und Bratkartoffeln.

Wer nicht nur genießen, sondern auch verstehen will, sollte eine der vielen Bierführungen der diversen Brauereien entlang der Aischgründer Bierstraße buchen. Sogar eine Planwagenfahrt zu den örtlichen Brauereien ist im Angebot oder eine Themenradtour als Aischgründer Bierrunde.

www.frankens-mehrregion.de/geniessen-natur/radeln

Ausführliche Informationen über die komplette Strecke finden Sie unter www.bierstrasse.de

Im Sommerhalbjahr gibt es hier auch den sogenannten Bier-Express: Einkehren und Wandern entlang der Aischgründer Bierstraße (Freizeitlinie 127 von 1.5.-1.11.);

www.vgn.de/freizeitlinien/aischgruender_bier_express/.

Touristinformation:
Link zu Google Maps:

>> Aischgründer Bierstraße

Gastronomie:
  • Braugaststätte Döbler, Stettiner Straße 1, Bad Windsheim
  • Wirtshaus am Freilandmuseum, Eisweiherweg 1, Bad Windsheim
  • Wirtshaus am Kommunbrauhaus, Eisweiherweg 1, BadWindsheim
  • Bürgerbräustuben Le Anfore, An der alten Weed 10, Bad Windsheim
  • Gasthaus Zum Hirschen, Markgrafenstraße 13, Bad Windsheim
  • ARVENA Reichsstadt Hotel, Pastoriusstraße 5, Bad Windsheim
  • Flair-Hotel Zum Storchen, Weinmarkt 6, Bad Windsheim
  • Hotel-Garni Goldener Schwan, Rothenburger Straße 5, Bad Windsheim
  • Café Vasi, Marktplatz 6,  Ipsheim
  • Winzerstube Ebert, Weimersheim 17, Ipsheim
  • Weingut Düll, Mailheim 1, Ipsheim
  • Gasthof-Pension Grüne Au, Hechelbach 1, Obernzenn
  • Landgasthof Goldener Stern, Hauptstraße 2, Trautskirchen
  • Landgasthof Fiedler, Oberroßbach 3, Dietersheim
  • Landgasthof Ehegrund, Hauptstraße 30, Sugenheim
  • Gasthof Kohlenmühle, Bamberger Straße 53, Neustadt a. d. Aisch
  • Gasthof Brennereistuben Günthner, Bergstraße 21, Wilhelmsdorf
  • Landgasthof Radlertreff, Hauptstraße 14, Gutenstetten
  • Landgasthof Zum Feuchten Trennungspunkt, Am Bahnhof 3, Gutenstetten
  • Brauereigasthof Krone, Steigerwaldtraße 21, Münchsteinach
  • Landgasthof Zur Rose, Hauptstraße 24, Oberscheinfeld/Pühl
  • Landgasthof Zur Hammerschmiede, Birnbaum 56, Gerhardshofen
  • Landgasthof Zum Brandenburger Adler, Bamberger Straße 1, Dachsbach
  • Brauereigasthof Prechtel, Hauptstraße 24, Uehlfeld
  • Brauerei-Gasthof Zwanzger, Burghaslacher Straße 10, Uehlfeld 
Brauereien:
  • Brauhaus Döbler GmbH & Co. KG, Kornmarkt 6, Bad Windsheim
  • Brauerei Loscher GmbH & Co. KG, Steigerwaldstr. 21-23, Münchsteinach
  • Brauerei Windsheimer GmbH, Hauptstr. 13, Gutenstetten
  • Privatbrauerei Hofmann GmbH & Co. KG, Dettendorfer Str. 1, Pahres
  • Brauerei-Gasthof Prechtel, Hauptstr. 24, Uehlfeld
  • Brauerei & Gasthof Zwanzger, Burghaslacher Str. 10, Uehlfeld

 

Nächstes Ziel: Neustadt an der Aisch



Neustadt an der Aisch, 91413

Neustadt a. d. Aisch liegt fast genau in der Mitte der Aischgründer Bierstraße, Sie kommen also nicht an diesem kleinen, feinen Städtchen vorbei. Bier gibt es dort natürlich auch, allerdings steht hier ein anderes Genussmittel im Vordergrund: der fränkische Karpfen.

Bayern produziert mit circa 6.000 Tonnen gut die Hälfte der deutschen Karpfen. Der Schwerpunkt der Karpfenteichwirtschaft in Bayern liegt im Aischgrund, dem größten zusammenhängenden Teichgebiet der Bundesrepublik. Kein Wunder, wenn es in Neustadt a. d. Aisch, dem Zentrum des Teichgebietes, sogar ein Karpfenmuseum gibt. Sie entdecken es beim Bummeln durch die verwinkelten Gassen, vorbei an kleinen Plätzen, Türmen, Toren und Brunnen im „Alten Schloss“ (www.karpfenmuseum.de). Hier erfahren Sie alles über die Karpfenzucht und das einzigartige Ökosystem der Weiherlandschaft. In einem Aquarium gibt es natürlich auch einige Prachtstücke dieses so typisch fränkischen Fisches zu bewundern.

Wenn Sie in Neustadt einen Karpfen essen möchten, sollten Sie in einem Monat kommen, der ein „r“ enthält. Nur in dieser Zeit wird der Karpfen auf den Speiseplan gesetzt – dies gilt selbstverständlich für das gesamte Karpfengebiet. Jedes Jahr zum 1. September findet der zu den Karpfenschmeckerwochen in Neustadt statt.

Der Aischgründer Karpfen wird traditionell der Länge nach geteilt, als Hälfte gebacken oder blau serviert. In den letzten Jahren hat das Karpfenfilet immer mehr Anteile gewonnen, da es grätenfrei serviert werden kann. Wahre Karpfenkenner schätzen das „Ingreisch“: das sind die Innereien des Karpfens, die gebacken auf den Tisch kommen. Eine Art Fingerfood stellt das „Karpfenknusper“ dar, in Streifen geschnittenes knusprig gebackenes Karpfenfilet, Schwanz und Flossen, gerne auch serviert mit Kartoffelsalat oder Weißbrot. Oder Sie probieren das geräucherte Karpfenfilet, noch handwarm mit Schwarzbrot und Meerrettich aus der Region. Ein Genuss!

Die Neustädter sind wirklich in ihren Karpfen vernarrt, denn sogar das traditionelle fränkische „Kerwakchla“, also ein süßes Gebäck, gibt es in Karpfenform!

Wer sich vom Karpfen etwas mit nach Hause nehmen will, findet in der Fischräucherei Gottschalk und bei verschiedenen Teichwirten ein breites Sortiment.

 

 

Touristinformation:
Link zu Google Maps:

>> Neustadt an der Aisch

Gastronomie:
  • Gasthaus zur Sonne, Stephan Pohli, Nürnberger Straße 18
  • Scharfes Eck, Marktplatz 1
  • Gasthof Kohlenmühle, Bamberger Straße 53
  • Gasthof Schlee, Bahnhofstraße 34
Fisch:
  • Fischräucherei & Lachsmanufaktur und Fischfachgeschäft Gottschalk GbR, Robert-Bosch-Straße 6
  • Teichwirtschaft Röttinger, Unternesselbach 44
  • Teichwirt mit Verkaufswagen für gebackene Karpfen, Karpfenfilet,Karpfenknusper: Gunter Gackstetter, Roßbacher Straße 1, Münchsteinach
  • Teichwirt Harald Willner, Wildenbergstr. 20, Münchsteinach



Alle Adressangaben wurden von den einzelnen Genussorten zur Verfügung gestellt und für die Tourenvorschläge vollständig übernommen. Eine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit wird nicht übernommen.“

Bayerisches Staatsministerium für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten