Abtswind – Handthal – Fatschenbrunn

Tourlänge gesamt ca. 45 km
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Fahrtzeit gesamt ca. 50 Minuten
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Fahrtzeit gesamt ca. 2 Stunden und 15 Minuten

Abtswind, 97355

Die Marktgemeinde, deren sehr gut erhaltener Ortskern entlang der Hauptstraße mit prachtvollen Sandsteinhäusern gesäumt ist, liegt an der ehemaligen Königsstraße Würzburg – Bamberg. Eine barocke Pfarrkirche, schmucke Winzerhöfe und zwei erhaltene Tore aus der mittelalterlichen Befestigungsanlage sind nur einige der sehenswerten Gebäude der fränkischen Gemeinde Abtswind. Hier finden Sie auch den 1. Bayerischen Weinlehrpfad mit Weinlehrgarten. Dies verrät Ihnen bereits, dass der Weinbau eine große Rolle spielt. Die Gipskeuperböden verleihen dem Wein eine mineralisch, würzige Note und eine herbe Frische. Aber ein ganz besonderes kulinarisches Angebot sind vor allem die Traubenkernöle (das „grüne Gold“) aus Traubenkernen fränkischer Trauben. Die Aufbereitung erfolgt in Handarbeit und umfasst das Sieben und Trocknen der Traubenkerne sowie deren Lagerung und schließlich die Herstellung des Endproduktes. Die Produkte der Schwanfelder Öhlmühle werden im Direktvertrieb/Hofladen angeboten.
Hier finden Sie kaltgepresste Speiseöle, Sonnenblumenöl und Rapsöl, Walnussöl, Traubenkern- und Walnussmehl, Backmischungen mit Traubenkernmehl und Holunderessig. Saisonal werden weitere Produkte wie Walnusscreme, Kräuteröle, Weine aus eigenem Anbau, Hautpflegemittel/Kosmetika aus Traubenkernöl, Traubenkernkissen sowie Marmeladen und Honig hergestellt.
Abtswind zeichnet sich außerdem durch die Verarbeitung von Kräutern aus. Vor Ort ansässig sind vier Betriebe aus der Nahrungsmittelindustrie mit dem Schwerpunkt Kräuter und Gewürze.

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>> Abtswind

Touristinformation:
Gastronomie:
Kräuter:
  • Abtswinder Kräuter-Teeladen und Gewürzmuseum Kaulfuss,
    Ebracher Gasse 11-13
Ölprodukte:
  • Schwanfelder Ölkernprodukte, Hofladen
    Hauptstraße 24
Wein:
  • Weinbau Böcher
  • Weinbau Elflein
  • Weinbau Reinhold Geiger
  • Weinbau Oliver Senft
  • Weinbau Vogler
  • Weinbau K.-H. Müller & Sohn
  • Weinbau Gebrüder Schwanfelder

Nächstes Ziel: Handthal

ca. 18 km
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Fahrtzeit gesamt ca. 20 Minuten
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Fahrtzeit gesamt ca. 1 Stunde

Handthal, 97516

Der Weinort Handthal ist geprägt durch den Weinbau, die Waldwirtschaft, die Teichwirtschaft und Denkmäler. Handthal liegt an den sonnenverwöhnten Westausläufern des Steigerwaldes an einer sogenannten „Steige“. Von diesen Steigen, die in den Steigerwald führen, hat dieser auch seinen Namen. Der Weinbau in Handthal reicht, anders als am restlichen Steigerwald bis in eine Höhe von rund 440 m ü. NN und ist somit die höchstgelegene Rebfläche Frankens. An dieser ausgesprochenen Süd- und Südwestlage reifen in der Steillage hervorragende Frankenweine. Sie können in Handthal aber nicht nur genießen, sondern sich auch aktiv betätigen: Zahlreiche Wander-, und Radwege führen durch den Ort oder beginnen dort. Der Wald ist ein weiteres landschaftsprägendes Element der Kulturlandschaft. Durch die Zisterzienser kam die Teichwirtschaft in den Ort. Zwei Gasthöfe bieten fangfrische Forellen und Karpfen.

In mehreren Gasthäusern gibt es eine Art kleiner Hofläden, in dem man außer dem örtlichen Frankenwein weitestgehend selbst zubereitete Produkte wie Marmeladen, Chutneys usw. erstehen kann. In den Wäldern rund um Handthal werden Bärlauch oder Pilze gesammelt und in der örtlichen Gastronomie verarbeitet. Am vielen Wald liegt es auch, dass einige Gastronomen in Hanthal Wildbret auf der Speisekarte stehen haben. In historischen Backöfen wird Brot gebacken und in der heimischen Gastronomie verzehrt. Und wer sich über all diese Köstlichkeiten ausführlicher informieren möchte, bucht einfach eine der zahlreichen Führungen zu den Themen Wein, Kräuter und Wald. Lehrreich und interessant ist in jedem Fall auch ein Besuch im Steigerwald-Zentrum „Nachhaltigkeit erleben“, das vor einigen Jahren in Handthal eröffnet wurde.

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>> Handthal

Touristinformation:
  • Touristinformation Gerolzhofen
    Altes Rathaus – Marktplatz 20
    97447 Gerolzhofen
    Tel. 09382/903514
    E-Mail: info@gerolzhofen.info
Gastronomie:
Gastronomiebetriebe mit eigenem Damwildgehege:
Wein:
  • Weingut Forellenhof
  • Familie Baumann, Handthal 30
  • Weingut Winzermännle
  • Familie Kraiß, Handthal 49/51
  • Staatlicher Hofkeller
  • Weinausschank Stollberg, Handthal 50

Nächstes Ziel: Fatschenbrunn

27 km
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Fahrtzeit gesamt ca. 30 Minuten
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Fahrtzeit gesamt ca. 1 Stunde und 15 Minuten

Fatschenbrunn, 97514

Fatschenbrunn ist geprägt von der Baumfelderkultur, einem fast ausgestorbenen Element der fränkischen Kulturlandschaft. Unter den Obstbäumen baut man Getreide im Wechsel mit Kartoffeln und Rüben an. Es handelt sich somit um eine aus zwei Nutzungsstockwerken bestehende Landnutzungsweise. Das unterfränkische Dorf ist eingebettet in den Steigerwald und hat eine ganz besondere und seltene Spezialität zu bieten: die Hutzeln, auf hochdeutsch auch Dörrobst genannt. Hutzeln sind Dörrbirnen, die mit Stumpf und Stiel im traditionellen Verfahren und mit viel Handarbeit in holzbeheizten Darren getrocknet werden. Sie enthalten konzentriert alles, was die Birne so wertvoll macht und durch den langsamen Dörrvorgang bleiben 80 % der Vitamine erhalten. Die Obstsorten in Fatschenbrunn sind einzigartig und regionaltypisch, denn die meisten davon kommen nur direkt rund um den Ort vor. Bei den Birnen finden sich hier über 30 verschiedene Sorten!
Die Baumfelderwirtschaft und Dörrobstherstellung wurde früher von einem Großteil der Fatschenbrunner Familien betrieben. Im 19. Jahrhundert fanden die hergestellten Hutzeln als Schiffsproviant ihren Weg in die ganze Welt. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Hutzelherstellung zu einer zentralen Einnahmequelle für die Bauern: So gab es im Jahr 1968 noch 35 Hutzeldarren in Fatschenbrunn. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Hutzeln bis in die 1980er Jahre hinein an die Lebkuchenhersteller und Großbäckereien geliefert. Heute gibt es in Fatschenbrunn nur noch einen traditionell arbeitenden Hutzelhersteller – doch die Bedeutung der Hutzel ist nach wie vor groß, was sich auch bei den Gerichten und Schmankerln zeigt, die vor allem an Festtagen in Fatschenbrunn serviert werden: zum Beispiel das Hutzelbrot, der Hutzelbraten oder auch die Hutzel-Energy-Balls. Auch Müsli, Desserts und Pesto werden aus Hutzeln hergestellt, nicht zu vergessen Hutzellikör und Hutzelschnaps.

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>> Fatschenbrunn

Gastronomie:
Hofladen mit Cafe:
  • Landwirtschaft Franz Hmmer
    Markertsgrüner Weg 3
    97514 Oberaurach
    Führungen nach Anmeldung: www.hutzeln.net
Weine:
  • Weingut Nico Scholtens
    Rieneckstraße 6
    97514 Oberaurach
Honig:
  • Bienenparadies Fatschenbrunn
    Karl Stapf
    Erlenweg 1
    97514 Oberaurach
Wild:
  • Wildbret aus dem Steigerwald – Wolgang Oppelt
    Rieneckstr. 8
    97514 Oberaurach
Gebäck:
  • Krapfenbäckerin Monika Pfaff
    Hohe Wart 2
    97514 Oberaurach
    (erhältlich im Hofladen Herrn Hümmer)



Alle Adressangaben wurden von den einzelnen Genussorten zur Verfügung gestellt und für die Tourenvorschläge vollständig übernommen. Eine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit wird nicht übernommen.“

Bayerisches Staatsministerium für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten